US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social ein KI-generiertes Video geteilt, das ihn selbst beim Anpreisen sogenannter „Medbeds“ zeigt – angeblicher Wunder-Betten, die alle Krankheiten heilen sollen. Das Video sah wie ein Nachrichtenbeitrag auf Fox News aus, lief dort aber nie. Kurz nach Veröffentlichung wurde es wieder gelöscht.
Im Clip war zu hören: „Jeder Amerikaner wird bald seine eigene Medbed-Karte erhalten.“ Doch die vermeintlichen Heilgeräte existieren nicht. Sie stammen aus der QAnon-Verschwörungsszene, die seit Jahren behauptet, die Technologie werde bewusst von der Öffentlichkeit ferngehalten.
Mediziner warnen vor realen Folgen
Gesundheitsexperten betonen, dass solche Falschmeldungen nicht harmlos sind. „Misinformation ist keine Meinung – sie schadet real“, sagte Brian Castrucci, Präsident der de Beaumont Foundation. Während der Corona-Pandemie hätten manche Patientinnen und Patienten wichtige Medikamente wie Hydroxychloroquin nicht mehr erhalten, weil andere auf falsche Heilversprechen hereingefallen seien.
Eine Umfrage der Kaiser Family Foundation zeigt: Die meisten Amerikaner stoßen regelmäßig auf medizinische Fehlinformationen im Netz – viele können Wahrheit und Fiktion kaum unterscheiden.
Wie man Falschmeldungen erkennt
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, dass Fehlinformation Vertrauen in Medizin und Politik untergräbt. Philosoph Lee McIntyre rät dazu, sich beim Lesen stets zu fragen: Woher kommt die Information? Wer profitiert davon? Und welche seriösen Quellen bestätigen sie?
Ärzte empfehlen zudem, neue Informationen aus dem Netz immer mit Fachleuten zu besprechen. „Man kann sagen: Ich habe das gelesen, könnten wir prüfen, ob es für mich relevant ist?“, erklärte die Gynäkologin Franziska Haydanek.
Fazit
Die Episode zeigt erneut, wie leicht KI-generierte Inhalte genutzt werden können, um falsche Hoffnungen zu wecken – und wie wichtig es ist, zwischen seriösen Gesundheitsinformationen und Verschwörungsmythen zu unterscheiden.
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