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Trump setzt Moskau unter Druck – doch der Kreml bleibt unbeeindruckt

Vika_Glitter (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat überraschend seine selbstgesetzte Frist für ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine drastisch verkürzt. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem britischen Premierminister Keir Starmer in Schottland kündigte Trump an, Russland habe „nur noch 10 bis 12 Tage“, um einem Deal zuzustimmen – andernfalls drohen harte wirtschaftliche Sanktionen.

„Wir sehen einfach keine Fortschritte“, erklärte Trump gegenüber Reportern. „Ich wollte großzügig sein, aber es bringt nichts zu warten.“

Noch vor zwei Wochen hatte der US-Präsident Russland ein 50-Tage-Ultimatum gestellt. Warum er nun dennoch weitere zehn Tage gewährt, ließ er offen. Auch bleibt unklar, ob Moskau Trumps Drohung ernst nimmt.

Drohungen gegen den Kreml – und gegen Putins Kunden

Trump erneuerte seine Drohungen mit Strafzöllen gegen Russland und sekundären Sanktionen gegen Länder, die russisches Öl kaufen – eine klare Warnung an Staaten wie Indien, China und die Türkei.

Doch Experten bezweifeln die Wirksamkeit der Maßnahmen. Russland exportiere ohnehin nur wenig in die USA, sagte ein westlicher Diplomat gegenüber CNN. Zudem könne ein Rückgang russischer Ölexporte weltweite Energiepreise in die Höhe treiben – mit Folgen für Inflation und Benzinpreise auch in den USA.

„Würde Trump tatsächlich einen globalen Handelskrieg riskieren, nur um Putin unter Druck zu setzen?“ fragt CNNs Chefkorrespondent Matthew Chance in seiner Analyse.

Der Kreml reagiert mit Spott

Die russische Antwort auf Trumps neue Drohkulisse fiel gewohnt kühl aus. Außenminister Sergej Lawrow kommentierte bereits ein früheres Ultimatum spöttisch: „Mal sind es 24 Stunden, mal 50 Tage, mal 100. Wir haben das alles schon gesehen.“

Der prominente russische Politologe Sergej Markow formulierte es noch deutlicher: „Russlands Antwort auf Trumps Ultimatum wird dieselbe sein wie in den letzten 500 Jahren – Ignorieren.“

Trumps Rhetorik: Weniger schwankend, aber wirkungslos?

Interessanterweise scheint Trump in jüngster Zeit seine Haltung zur Ukraine zu festigen. Während er in der Vergangenheit häufig zwischen Schuldzuweisungen an Moskau und Kiew pendelte, sprach er diesmal ungewöhnlich deutlich über Putins Verantwortung: „Jedes Mal, wenn wir dachten, es sei geklärt, feuert Präsident Putin wieder Raketen auf irgendeine Stadt wie Kiew.“

Dennoch bleibt fraglich, ob Trumps Worte mehr als symbolischen Wert haben. Russland verfolgt nach wie vor seine Maximalforderungen: Kontrolle über große Teile der Ukraine sowie politische und militärische Dominanz über Kiew. Eine echte Kompromissbereitschaft ist bislang nicht erkennbar.

Fazit:
Trump setzt auf maximale Drohgebärden, doch weder Moskau noch seine wichtigsten Handelspartner zeigen bisher Anzeichen von Bewegung. Im Gegenteil: Die Eskalationsrhetorik beider Seiten steigt – aber ein Durchbruch in der Ukraine scheint weiter entfernt als je zuvor.

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