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Trump setzt geplante Zölle gegen Mexiko für einen Monat aus

MIH83 (CC0), Pixabay
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Nach einem Gespräch mit Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, die ursprünglich für Mitternacht geplanten 25-prozentigen Zölle auf mexikanische Importe für einen Monat auszusetzen. Im Gegenzug hat Mexiko zugesichert, 10.000 Soldaten an die Grenze zu den USA zu entsenden, um den Drogenschmuggel und illegale Migration einzudämmen.

Die Entscheidung kommt überraschend, da Trump erst am Wochenende umfassende neue Zölle gegen Mexiko, Kanada und China angekündigt hatte. Die Handelsmaßnahmen hatten umgehend zu Gegenreaktionen dieser Länder geführt. Während die Abgaben für Mexiko nun pausiert sind, stehen ähnliche Strafzölle für Kanada weiterhin im Raum. Trump wird sich dazu heute mit Kanadas Premierminister Justin Trudeau beraten.

Wirtschaftliche Reaktionen und politische Spannungen

Die Ankündigung führte zunächst zu Turbulenzen an den Finanzmärkten: Während die Aktienkurse zu Handelsbeginn stark einbrachen, erholten sie sich nach der Meldung über die Zollpause wieder leicht. Besonders betroffen waren Automobilhersteller, da viele in Mexiko produzierte Teile in US-Fahrzeugen verbaut werden.

Politisch sorgt die Maßnahme ebenfalls für Diskussionen. Während Trump die Vereinbarung als Erfolg verkauft, betonen Kritiker, dass er sich selbst in eine Sackgasse manövriert habe. Republikanische Senatoren, darunter Susan Collins und Chuck Grassley, äußerten Bedenken über die wirtschaftlichen Folgen der neuen Zollpolitik.

Weitere Entwicklungen: USAID und Kabinettskämpfe

Neben den Zöllen sorgt eine weitere Entscheidung Trumps für Aufsehen: Die Zukunft der US-Entwicklungshilfeagentur USAID ist ungewiss, nachdem der Tech-Milliardär Elon Musk verkündete, Trump wolle die Behörde „schließen“. USAID-Mitarbeiter wurden bereits aufgefordert, von zu Hause aus zu arbeiten.

Zudem erwartet Trump hitzige Bestätigungsanhörungen für seine Kabinettsmitglieder. Besonders umstritten sind die Nominierungen von Tulsi Gabbard als Geheimdienstchefin und Robert F. Kennedy Jr. als Gesundheitsminister, die auf Widerstand im Senat stoßen.

Mit der vorläufigen Zollpause hat Trump zwar eine Eskalation im Handelsstreit mit Mexiko vermieden, doch die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Verhandlungen zu einer dauerhaften Lösung führen – oder ob der Konflikt in einem Monat wieder aufflammt.

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