Großartige Nachrichten aus Washington: Die Regierung von Präsident Donald Trump hat kurzerhand das Büro für Klimadiplomatie dichtgemacht. Schließlich hatte diese Einrichtung ja das unsägliche Ziel, die USA durch Beteiligung an internationalen Klimaabkommen „zu lähmen“ – und wer will das schon, wenn man doch noch ein bisschen heißer durchstarten könnte?
Auch die Teilnahme an der nächsten UNO-Klimakonferenz? Überflüssig! Trump hat offenbar Besseres zu tun, als mit anderen Staaten über lästige Dinge wie den Erhalt unseres Planeten zu diskutieren. Stattdessen bleibt die USA – immerhin zweitgrößter Treibhausgasemittent der Welt – lieber gleich ganz zu Hause. Wozu reden, wenn man stattdessen die Klimakrise einfach ignorieren kann?
Ganz konsequent hatte Trump bereits zum Auftakt seiner zweiten Amtszeit klargemacht, dass internationale Klimaschutzabkommen wie das von Paris nichts für Amerika seien. Verpflichtungen einhalten? Verantwortung übernehmen? Lächerlich!
Man könnte meinen, ein Präsident, dessen Umfragewerte schwanken und dessen Heimatland von Wetterextremen heimgesucht wird, könnte ein besseres Klima tatsächlich gut gebrauchen. Aber nein – lieber weiter volle Fahrt Richtung Klimakollaps, und zwar ohne störende Gespräche, Fakten oder Diplomatie.
Bleibt nur zu hoffen, dass das nächste Hitzerekordjahr wenigstens für ein bisschen mehr Sonnenbrand in Washington sorgt – damit auch dort endlich jemand merkt, wie „unnötig“ der Klimaschutz wirklich ist.
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