US-Präsident Donald Trump wird „wahrscheinlich nicht“ zum G-20-Gipfel in Südafrika im November reisen. Seine Begründung? Eine Mischung aus geopolitischer Entrüstung, persönlichem Unmut – und alternativen Fakten.
„Ich denke, ich werde vielleicht jemand anderen schicken, weil ich viele Probleme mit Südafrika habe“, sagte Trump auf eine entsprechende Frage. Ob es sich bei diesem „jemand“ um einen Diplomaten handelt, einen Twitter-Bot oder Elon Musk persönlich, ließ er offen.
Trump bekräftigte außerdem seine inzwischen mehrfach widerlegten Behauptungen, in Südafrika würden Weiße systematisch verfolgt und ermordet. „Viele Menschen werden getötet“, erklärte der Präsident – und zwar mit einer Überzeugung, die in keinem Verhältnis zur Faktenlage steht, aber dafür umso besser ins Drehbuch eines schlecht recherchierten Politthrillers passen würde.
Der Hintergrund: Bereits im Januar hatte Trump das südliche Afrika ins Visier genommen – und zwar ausgerechnet wegen Aussagen seines Ex-Bros Elon Musk, dem Tech-Milliardär mit Heimatgefühlen und Hang zu Apokalypsen. Musk hatte einst ähnliche Thesen in Umlauf gebracht – vermutlich zwischen zwei Tweets über Marskolonien und Dogecoin.
Trump jedenfalls ist empört – und bleibt lieber zu Hause. Oder zumindest nicht in Südafrika. „Ich würde gerne“, sagte er, „aber ich glaube nicht, dass ich es tun werde.“ Man kennt das: Man würde so gern die Welt retten – aber der Terminkalender ist einfach zu voll mit… nun ja… Dingen.
Bleibt die Frage, wer stattdessen beim G-20-Gipfel auftaucht. Vielleicht jemand mit geopolitischem Feingefühl. Oder wenigstens mit einem aktuellen Atlas.
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