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Trump-Regierung entlässt Hunderte FAA-Mitarbeiter – Kritik nach tödlichem Flugunfall

heblo (CC0), Pixabay
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Rund 400 kürzlich eingestellte Mitarbeiter der Federal Aviation Administration (FAA) wurden am Wochenende im Rahmen der massenhaften Entlassungen von Bundesangestellten durch die Trump-Regierung entlassen. Dies teilte die Gewerkschaft Professional Aviation Safety Specialists (PASS) mit, die rund 11.000 FAA- und Verteidigungsministerium-Mitarbeiter vertritt.

Die Kündigungen erfolgen weniger als drei Wochen nach einer tödlichen Kollision zwischen einem Passagierflugzeug von American Airlines und einem US-Armee-Black-Hawk-Hubschrauber nahe Washington, bei der 67 Menschen ums Leben kamen. Das Unglück hatte zu verstärkter Kritik an der Arbeitsbelastung der Fluglotsen und der FAA geführt.

Welche FAA-Mitarbeiter sind betroffen?

Von den Entlassungen betroffen sind administrative und logistische Unterstützungsmitarbeiter, Umweltschutzbeauftragte, Luftfahrtdaten-Spezialisten, Wartungstechniker und Mechaniker, so David Spero, Präsident der PASS-Gewerkschaft.

Nicht betroffen sind jedoch Fluglotsen sowie FAA-Techniker und Luftfahrtsicherheitsinspektoren. Spero betonte jedoch, dass der Verlust der Unterstützungsmitarbeiter erhebliche Folgen für die Luftfahrtsicherheit haben könnte:

„Auch wenn die Fluglotsen nicht direkt betroffen sind, entsteht durch den Wegfall der Unterstützungsfunktionen eine erhebliche Lücke. Ohne diese Mitarbeiter sind unsere Leute an vorderster Front stark eingeschränkt.“

Die FAA selbst hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Entlassungen abgegeben.

Massive Kürzungen durch Musk-geführte Behörde DOGE

Die Entlassungen sind Teil von Präsident Donald Trumps Bemühungen, die Bundesregierung drastisch zu verkleinern. Die Maßnahmen werden von der von Elon Musk geführten „Department of Government Efficiency“ (DOGE) vorangetrieben, die verschiedene Behörden durchforstet, um Einsparungen und Stellenstreichungen umzusetzen.

Bereits zuvor hatte Trump die FAA kritisiert und behauptet, dass Diversitäts-, Gleichstellungs- und Inklusionsinitiativen für das tödliche Flugunglück mitverantwortlich seien – ohne jedoch Beweise für diese Behauptung vorzulegen.

SpaceX-Überprüfung des Flugsicherungssystems

Parallel zu den Entlassungen kündigte Verkehrsminister Sean Duffy an, dass Ingenieure von Musks Unternehmen SpaceX am Montag das Air Traffic Control System Command Center in Virginia besuchen werden. Ziel sei es, das System zu bewerten, mit Fluglotsen zu sprechen und Möglichkeiten zur Modernisierung und Verbesserung der Flugsicherung zu erarbeiten.

Duffy wies Vorwürfe zurück, Musk und DOGE bevorzugten Zugang zu sensiblen FAA-Daten zu gewähren:

„Meine Tür im Verkehrsministerium steht für jede patriotische Firma offen, die dabei helfen will, Amerikas goldenes Zeitalter des Reisens einzuläuten.“

Die Entlassungswelle und die zunehmende Einflussnahme Musks auf Regierungsbehörden dürften in den kommenden Wochen weiter für Diskussionen sorgen.

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