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Trump räumt sinkende Zustimmungswerte ein – wie steht er aktuell wirklich da?

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Bei einem Auftritt auf dem U.S.-Saudi Investment Forum am 19. November gab Präsident Donald Trump ungewöhnlich offen zu, dass seine Zustimmungswerte zuletzt gefallen sind. Er erklärte, er nehme „etwas Gegenwind“ in Kauf, insbesondere wegen seiner Entscheidung, hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland in neuen US-Produktionsstätten zuzulassen. „Meine Umfragewerte sind gerade gesunken – aber bei klugen Leuten sind sie gestiegen“, sagte er.

Diese Aussage markiert einen deutlichen Kontrast zu früheren Momenten, in denen Trump regelmäßig mit starken Umfragewerten prahlte oder sogar über eine mögliche dritte Amtszeit scherzte – obwohl die US-Verfassung dies ausschließt.

Wie hoch ist Trumps Zustimmung derzeit?

Daten der Aggregatoren RealClearPolitics und New York Times zeigen, dass Trumps Bewertung seit Monaten insgesamt negativ ausfällt – und zuletzt deutlich gefallen ist.

  • RealClearPolitics:
    Am 27. Januar lag die Zustimmung noch bei 50,5 %, fiel aber bis Mitte März unter die Marke der Ablehnung. Am 29. April erreichte Trump zum Zeitpunkt seiner 100-Tage-Bilanz einen damaligen Tiefstand von 45,1 %. Ein neues Tief von 42,3 % wurde am 14. November verzeichnet, parallel zur zunehmenden Kontroverse um E-Mails im Epstein-Komplex nach dem Ende des Regierungsstillstands. Zwar erholten sich die Werte leicht, doch die Ablehnung stieg am 20. November auf ein neues Hoch von 55,4 %.
  • New York Times:
    Hier sank die Zustimmung von 52 % im Januar auf rund 44 % im April und blieb monatelang stabil. Den bisherigen Tiefpunkt seiner zweiten Amtszeit erreichte Trump laut Times-Aggregator am 12. November mit 41 % Zustimmung. Die Ablehnung stieg am 19. November auf 56 %.

Wie schneidet Trump im historischen Vergleich ab?

Eine Gallup-Umfrage vom 1.–16. Oktober zeigt eine Zustimmung von 41 %, etwas höher als im Vormonat. Im historischen Kontext schneidet Trump jedoch weiterhin schwach ab: In keinem Oktober einer präsidialen ersten Amtszeit seit Beginn der modernen Messungen lag ein Präsident niedriger. Zum Vergleich einige Werte im Oktober ihres ersten Amtsjahres:

  • Joe Biden (2021): 42 %
  • Trump (2017): 37 %
  • Barack Obama (2009): 53 %
  • George W. Bush (2001): 88 %
  • Bill Clinton (1993): 48 %
  • George H.W. Bush (1989): 68 %
  • Ronald Reagan (1981): 55 %

Einschätzungen aus aktuellen Umfragen

Fox News:
Eine nationale Erhebung (14.–17. November) ergab 41 % Zustimmung und 58 % Ablehnung. Besonders deutlich negativ bewerten die Befragten die Wirtschaftslage: 76 % beurteilen sie als schlecht. Zudem sagten 46 %, Trumps Wirtschaftspolitik habe ihnen persönlich geschadet.

Reuters/Ipsos:
Eine weitere Umfrage vom 14.–17. November zeigte lediglich 38 % Zustimmung – der niedrigste Wert in Trumps zweiter Amtszeit in dieser Erhebung. Unter republikanischen Wählern sank seine Zustimmung von 87 % Anfang November auf 82 %. Die Befragung fand statt, während das republikanisch geführte Repräsentantenhaus die Veröffentlichung der Epstein-Akten beschloss – ein Schritt, den Trump zuvor lange abgelehnt hatte.

 

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