US-Präsident Donald Trump will amerikanischen Landwirten mit einem Hilfspaket von bis zu 14 Milliarden Dollar unter die Arme greifen. Hintergrund sind massive wirtschaftliche Probleme, die seine eigene Handels- und Einwanderungspolitik ausgelöst hat.
📉 Bauern in der Krise
Die Landwirtschaft der USA leidet unter hohen Kosten, Arbeitskräftemangel und wegbrechenden Exportmärkten – vor allem wegen der Zollstreitigkeiten mit China.
Laut Landwirtschaftsministerium stiegen die Produktionskosten 2025 auf 467 Milliarden Dollar, während Insolvenzen in der Branche den höchsten Stand seit 2021 erreichten.
Vor allem die Sojabauern sind betroffen: China, früher wichtigster Abnehmer, hat seit Mai keine US-Sojabohnen mehr importiert – aus Protest gegen Trumps Zölle. Stattdessen kauft Peking nun in Argentinien und Brasilien.
💰 Geplante Staatshilfe
Nach Angaben von CNN will die US-Regierung zwischen 10 und 14 Milliarden Dollar bereitstellen, um die Verluste der Farmer abzufedern.
Zwei Varianten stehen im Raum:
- Direkte Zahlungen aus einem Notfallfonds des Landwirtschaftsministeriums („Emergency Commodity Assistance Program“).
- Umleitung von Zolleinnahmen – Trump hatte selbst erklärt, einen Teil der Zollerträge an die Farmer weitergeben zu wollen.
Trump schrieb auf seiner Plattform:
„Wir haben so viel Geld durch Zölle eingenommen, dass wir einen Teil davon unseren Bauern geben werden. Ich werde sie niemals im Stich lassen!“
⚠️ Wahlpolitischer Hintergrund
Viele Landwirte gelten als Kernwähler Trumps. Beobachter vermuten daher, dass das Hilfsprogramm auch politisch motiviert ist.
Im Weißen Haus heißt es zusätzlich, die Landwirtschaft sei eine Frage der nationalen Sicherheit:
„Wir müssen unsere eigene Nahrung produzieren – Abhängigkeit von Importen wäre gefährlich.“
🌎 Handelskrieg mit Folgen
Während Trump über Hilfen für US-Farmer nachdenkt, profitieren Südamerika und China von der Lage:
- Argentinien erhielt gerade eine US-Finanzhilfe von 20 Milliarden Dollar, um den Peso zu stabilisieren.
- China nutzte die Gelegenheit und kaufte dort sofort mindestens zehn Schiffsladungen Sojabohnen.
Die US-Sojabranche fordert deshalb eindringlich ein Ende des Handelsstreits.
„Die Regierung muss dringend ein Handelsabkommen mit China abschließen“, sagt Caleb Ragland, Präsident des US-Sojabauernverbands.
Fazit:
Trumps Politik stellt ihn nun vor ein Dilemma: Er kämpft gegen China, muss aber seine eigene Wählerbasis mit Milliarden stützen, weil sie die direkten Verlierer dieses Konflikts ist. Für Anleger bedeutet das – steigende Staatsausgaben, aber keine Entspannung im Welthandel.
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