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Trump nimmt an kurzfristigem Krisentreffen der US-Militärführung teil – Pentagon schweigt zu Gründen

emitea (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump wird am Dienstag, den 30. September, persönlich an einem kurzfristig einberufenen Treffen der höchsten militärischen Führungsebene der Vereinigten Staaten teilnehmen. Das bestätigte ein Sprecher des Weißen Hauses gegenüber mehreren US-Medien, darunter der Washington Post und The New York Times.

Die Zusammenkunft findet auf dem Gelände der Marinebasis Quantico in Virginia statt – etwa 50 Kilometer südlich des Pentagon – und wird von Verteidigungsminister Pete Hegseth geleitet. Laut Medienberichten sind alle Generäle und Admiräle ab dem Rang eines Brigadegenerals bzw. Konteradmirals weltweit zur Teilnahme verpflichtet. Rund 800 Offiziere fallen in diese Kategorie.

Ungewöhnlicher Zeitpunkt, ungewöhnliche Umstände

Normalerweise werden Treffen dieser Größenordnung mit monatelanger Vorlaufzeit geplant. Dass ein derart umfassendes Meeting nur wenige Tage im Voraus angesetzt wird, gilt als beispiellos – und sorgt für erhebliche Spekulationen in sicherheitspolitischen Kreisen.

Die genauen Hintergründe des Treffens bleiben bislang geheim. Das Pentagon hat bislang keine offizielle Erklärung zu Anlass oder Inhalt des Treffens abgegeben – auch eine Anfrage von USA Today blieb unbeantwortet.

„Warrior Ethos“ und mehr?

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters wird erwartet, dass Hegseth in seiner Rede die Rückbesinnung auf ein „Kriegerethos“ im US-Militär thematisieren wird – ein Begriff, den der ehemalige Fox-News-Moderator und heutige Verteidigungsminister mehrfach betont hat. Ob weitere Themen wie geopolitische Entwicklungen, die Lage im Indopazifik oder innenpolitische Unruhen zur Sprache kommen, ist derzeit unklar.

Signal oder Vorbereitung?

Die Anwesenheit von Präsident Trump – und die kurzfristige Einberufung – lassen Beobachter über die tatsächliche Bedeutung des Treffens spekulieren. Einige Analysten vermuten ein innenpolitisches Signal im Kontext der bevorstehenden Vorwahlen, andere sehen eine mögliche Vorbereitung auf außenpolitische Entscheidungen oder eine Änderung der Militärstrategie.

Die Tatsache, dass das Treffen unter größter Geheimhaltung organisiert wurde und sämtliche hochrangigen Kommandeure aus dem In- und Ausland zusammentrommelt, unterstreicht die potenzielle Brisanz der Lage.


Hintergrund:
Pete Hegseth, seit Januar 2025 US-Verteidigungsminister, ist eine umstrittene Figur. Als ehemaliger TV-Kommentator mit militärischer Vergangenheit gilt er als enger Vertrauter Trumps und als Vertreter eines deutlich nationalistischen Sicherheitskurses. Seine Berufung wurde von Kritikern als politisch motiviert und ideologisch aufgeladen kritisiert.

 

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