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Trump liebäugelt mit dritter Amtszeit – lehnt aber „Trick über Vizepräsidentenamt“ ab

reidy68 (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat während seiner Asienreise erneut Spekulationen über eine mögliche dritte Amtszeit im Weißen Haus angeheizt. Gegenüber Journalisten sagte der 79-Jährige, er würde eine erneute Kandidatur „lieben“ – auch wenn die US-Verfassung dies ausdrücklich verbietet.

Gleichzeitig wies Trump jedoch den Vorschlag einiger seiner Anhänger zurück, über ein Vizepräsidentenmandat im Jahr 2028 einen erneuten Einzug ins Weiße Haus zu ermöglichen. Eine solche Umgehung der Verfassung bezeichnete er als „zu niedlich“ und „nicht richtig“.

„Die Leute würden das nicht mögen“

„Ich könnte das theoretisch machen, ich wäre dazu berechtigt – aber ich werde es nicht tun“, sagte Trump an Bord der Air Force One auf dem Weg von Malaysia nach Japan. „Die Leute würden das nicht mögen. Es wäre einfach zu niedlich.“

Auf die Frage, ob er sich eine dritte Amtszeit vorstellen könne, antwortete er ausweichend: „Ich habe noch nicht wirklich darüber nachgedacht. Aber ich habe die besten Umfragewerte, die ich je hatte.“

Bannons mysteriöser „Plan“

Der frühere Trump-Berater Steve Bannon hatte zuletzt gegenüber The Economist behauptet, es gebe einen „Plan“, der Trump 2028 erneut ins Präsidentenamt bringen solle – ungeachtet des 22. Zusatzartikels der US-Verfassung, der eine dritte Amtszeit untersagt. „Trump wird 2028 Präsident, und die Leute sollten sich daran gewöhnen“, sagte Bannon kryptisch. Wie dieser Plan konkret aussehen soll, ließ er offen.

Verfassung steht im Weg

Der 22. Zusatzartikel der US-Verfassung verbietet eindeutig, dass ein Präsident mehr als zwei Amtszeiten absolviert. Eine Aufhebung wäre nur durch eine Zweidrittelmehrheit im Kongress oder eine Verfassungskonvention der Bundesstaaten möglich – ein Verfahren, das als politisch nahezu unmöglich gilt. Selbst dann müssten 38 Bundesstaaten zustimmen, um die Änderung zu ratifizieren.

Trump schwärmt von möglichen Nachfolgern

Trotz aller Spekulationen sprach Trump auch über seine möglichen republikanischen Nachfolger. Er lobte Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio als „großartige Leute“. Gemeinsam wären sie, so Trump, „unstoppbar“. Gleichzeitig stichelte er gegen die Demokraten: „Wir haben ein großartiges Team – sie nicht.“

Und die Demokraten?

Unterdessen wächst auch in der Demokratischen Partei die Spannung. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom räumte ein, ernsthaft über eine Präsidentschaftskandidatur nachzudenken. Auch Ex-Vizepräsidentin Kamala Harris ließ durchblicken, dass sie sich eine erneute Kampagne vorstellen könne.

Ob Trump tatsächlich versucht, die amerikanische Geschichte mit einer beispiellosen dritten Amtszeit zu schreiben – oder ob alles nur Teil seiner PR-Strategie ist – bleibt offen. Sicher ist nur: Der Mann, der sich selbst „unwiderstehlich“ nennt, denkt noch lange nicht ans Aufhören.

 

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