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Trump kündigt zusätzliche 10 % Zölle auf Importe aus Kanada an – Streit um Reagan-Werbespot lässt Gespräche platzen

GDJ (CC0), Pixabay
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Trump kündigt zusätzliche 10 % Zölle auf Importe aus Kanada an – Streit um Reagan-Werbespot lässt Gespräche platzen

US-Präsident Donald Trump erhöht die Zölle auf Waren aus Kanada um weitere 10 % – „on top“ der bereits geltenden Abgaben. Die Ankündigung erfolgte am Samstag (26. Oktober, Ortszeit Asienreise) in einem Post auf Truth Social. Als Auslöser nannte Trump einen vom Bundesstaat Ontario finanzierten TV-Spot, der Ausschnitte aus einer Reagan-Radioansprache von 1987 nutzt, in der der damalige Präsident vor Handelskriegen warnt. Wegen des Spots hatte Trump bereits die Handelsgespräche mit Kanada abgebrochen. Bloomberg+2Wall Street Journal+2

Ontario-Premier Doug Ford kündigte an, die Kampagne nach diesem World-Series-Wochenende zu pausieren, um den Weg für Gespräche zu ebnen. Der Spot enthält rearrangierte, aber authentische Reagan-Zitate; in der Originalrede äußerte sich Reagan kritisch zu Zöllen. AP News+1

Wirtschaftliche Tragweite

Kanada ist der zweitwichtigste Handelspartner der USA (Juli 2025: 12,5 % des US-Außenhandels; Mexiko 15,9 %). Bereits seit 1. August gelten für nicht-USMCA-geschützte Güter 35 % Zölle – die neue Erhöhung verschärft den Kurs. Ottawa liefert zudem den größten Teil der Energieimporte der USA. ksl.com

Reaktionen

  • Premierminister Mark Carney erklärte, Kanada sei verhandlungsbereit und strebe eine Wiederaufnahme der Gespräche an. The Washington Post

  • New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul nannte die Zolleskalation „impulsiv und teuer“ – sie belaste Grenzregionen, Farmer und Tourismus. Wall Street Journal

Kontext & Bewertung

  • Die Zollrunde fällt in eine Phase erhöhter Spannungen: Parallel prüft der US-Supreme Court demnächst die Rechtmäßigkeit globaler Zölle unter dem IEEPA-Gesetz – politischer Druck nimmt zu. The Washington Post

  • Fachleute erwarten Preisauftrieb und Belastungen für integrierte Lieferketten (Auto, Lebensmittel, Holz, Chemie). Die symbolische Verknüpfung eines Regional-Spots mit nationaler Handelspolitik gilt Beobachtern als ungewöhnlich und als Signalpolitik Richtung Binnenpublikum. Financial Times

Ausblick: Ford will die Reagan-Spots nach den ersten beiden World-Series-Spielen stoppen; ob Washington daraufhin an den Verhandlungstisch zurückkehrt, ist offen. Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze stellen sich auf kurzfristige Störungen und höhere Kosten ein.

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