US-Präsident Donald Trump zeigt sich empört über den texanischen Kongressabgeordneten Henry Cuellar, dem er kürzlich eine präventive Begnadigung erteilt hatte. Der Grund: Cuellar bleibt trotz Korruptionsskandal und Begnadigung Mitglied der Demokratischen Partei – und tritt 2026 erneut zur Wahl an.
Auf Social Media bezeichnete Trump Cuellars Verhalten als „Mangel an LOYALITÄT“ und warf ihm vor, weiterhin mit der „radikalen Linken“ zusammenzuarbeiten. Besonders pikant: Trump behauptet, Cuellars eigene Töchter hätten ihn um die Begnadigung gebeten – ein Detail, das bislang nicht unabhängig bestätigt ist.
Korruptionsvorwürfe gegen Henry Cuellar
Der 70-jährige Abgeordnete und seine Frau Imelda wurden 2024 wegen Bestechung, Geldwäsche und Verschwörung angeklagt. Sie sollen fast 600.000 US-Dollar von Unternehmen angenommen haben, die mit der Regierung Aserbaidschans sowie einer Bank in Mexiko-Stadt in Verbindung stehen.
Cuellar bestreitet die Vorwürfe. Trump hingegen erklärte, das Verfahren sei politisch motiviert gewesen – eine Reaktion auf Cuellars abweichende Haltung gegenüber der demokratischen Einwanderungspolitik.
Cuellar: Konservativer Demokrat – aber Demokrat
In einem Interview mit Fox News sagte Cuellar:
„Ich bin Amerikaner, Texaner und Demokrat – in dieser Reihenfolge.“
Er sehe sich selbst als konservativen Demokraten, der den Dialog mit Republikanern suche. Von einem Parteiaustritt ist keine Rede. Vielmehr wolle er Brücken bauen, auch zur Trump-Regierung.
Cuellar ist seit 2004 Mitglied des US-Repräsentantenhauses und zuvor achtmal in das texanische Landesparlament gewählt worden. Die Anklage hat jedoch seinen 11. Wiederwahlversuch im kommenden Jahr politisch riskant gemacht.
Fazit
Trumps Wut zeigt erneut, wie sehr er Loyalität als politische Währung versteht – selbst parteiübergreifend. Cuellars Standhaftigkeit als Demokrat trotz Begnadigung sendet hingegen eine klare Botschaft: Nicht jeder Pardon kommt mit einem Parteibuch.
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