Zwischen dem republikanischen Abgeordneten Thomas Massie und Ex-Präsident Donald Trump ist ein neuer Streit entbrannt. Auslöser war eine herabwürdigende Bemerkung Trumps über Massies kürzliche Hochzeit.
Am 14. November schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social:
„Hat Massie schon geheiratet? Seine Frau wird bald merken, dass sie mit einem VERLIERER feststeckt!“
Massie hatte im Oktober die ehemalige Kongressmitarbeiterin Carolyn Moffa geheiratet. Seine erste Ehefrau Rhonda Massie war im Juni 2024 nach über 30 Jahren Ehe verstorben.
In einem Interview mit ABCs „This Week“ nahm Massie die Bemerkung gelassen:
„Meine Frau meinte, wir hätten Trump zur Hochzeit einladen sollen – er ist wohl beleidigt, weil er nicht auf der Gästeliste stand.“
Massie fügte hinzu: „Er versucht einfach, ein Tyrann zu sein. Aber wir nehmen das mit Humor.“
Hintergrund des Streits: Epstein-Akten und politische Differenzen
Die Spannungen zwischen den beiden Republikanern sind nicht neu. Aktuell stehen sie sich besonders im Streit um die Freigabe der Regierungsakten zu Jeffrey Epstein gegenüber. Massie hatte gemeinsam mit dem Demokraten Ro Khanna einen Gesetzesentwurf eingebracht, der das Justizministerium zur vollständigen Offenlegung der Akten zwingen soll. Die Trump-Administration blockierte dies bislang.
Trump reagierte wütend – auch, weil Massie bei der Abstimmung eine wichtige Rolle spielt. Er kündigte öffentlich an, bei den Zwischenwahlen 2026 einen Gegenkandidaten in Massies Wahlkreis in Kentucky zu unterstützen.
Massie zeigte sich unbeeindruckt:
„Wir gewinnen. Nicht nur ich – auch Ro Khanna. Nach monatelangem Kampf erzwingen wir jetzt die Abstimmung.“
Ein Muster öffentlicher Konflikte
Die aktuelle Auseinandersetzung ist nur ein Beispiel für die wiederkehrenden Spannungen zwischen Trump und Massie. Bereits im Juni hatte Trump Massie heftig kritisiert – damals wegen dessen Ablehnung von US-Luftschlägen auf iranische Nuklearanlagen.
Ob der jüngste Angriff Trumps seine Position schwächt, bleibt abzuwarten. In jedem Fall zeigt sich: Nicht alle Republikaner beugen sich dem Einfluss des Ex-Präsidenten.
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