US-Präsident Donald Trump hat erneut für Aufsehen gesorgt – diesmal mit der radikalen Umgestaltung des traditionsreichen Rosengartens des Weißen Hauses. Wo einst eine gepflegte Rasenfläche das Herzstück bildete, dominiert nun eine strahlend weiße Steinfläche. Trump selbst zeigt sich begeistert: Die neue Gestaltung sei „wunderschön“ und funktionaler als zuvor.
Der Rosengarten, seit 1913 Ort zahlreicher historischer Reden, Pressekonferenzen und Staatsbesuche, wurde auf Trumps Anweisung hin überarbeitet. Zwar blieben Rosensträucher und andere Pflanzen am Rand erhalten, doch das Zentrum des Gartens wurde vollständig gepflastert – mit einer Steinplatte, die laut Trump „die gleiche Farbe wie das Weiße Haus“ habe.
„Das alte Gras war ständig nass und matschig. Bei Regen war es tagelang unbrauchbar“, erklärte Trump am 3. August vor Journalisten. „Jetzt ist es ein heller, reflektierender Stein, der die Hitze ableitet. Wir bekommen fantastische Rückmeldungen.“
Die Gestaltung erinnert stark an die Innenhöfe von Trumps Luxusresort Mar-a-Lago in Florida – eine Parallele, die nicht von ungefähr kommt. Auch andere Ästhetikentscheidungen im Weißen Haus tragen deutlich Trumps Handschrift: Das Oval Office wurde dieses Jahr mit goldenen Stickereien aufgewertet, und auf den Nord- und Südrasenflächen wurden neue, überdimensionale Flaggenmasten installiert.
Kosten unklar, Finanzierung privat
Die genauen Kosten für die Umgestaltung des Rosengartens wurden bislang nicht veröffentlicht. Das Projekt wurde jedoch nicht aus Steuergeldern finanziert, sondern durch den Trust for the National Mall, eine überparteiliche Organisation, die sich seit Jahren für Restaurierungen im Nationalparkbereich engagiert.
Die Umgestaltung des Gartens ist nicht das einzige Bauvorhaben unter Trump: Erst vergangene Woche kündigte der Präsident den Bau eines 200 Millionen Dollar teuren Ballsaals im Ostflügel des Weißen Hauses an – nach eigenen Angaben komplett finanziert durch private Spenden und eigenes Vermögen. Baubeginn soll im September sein.
Kritik und Spott im Netz
In sozialen Medien löste der neue Rosengarten gemischte Reaktionen aus. Während einige Anhänger Trumps Geschmack für „Eleganz und Ordnung“ loben, bemängeln Kritiker, die Umgestaltung sei steril, teuer und eine Abkehr von der historischen Identität des Ortes.
Ob es sich um eine notwendige Modernisierung oder um Trumps persönliche Vorliebe für Marmoroptik handelt – das neue Gesicht des Rosengartens wird wohl auch nach seiner Amtszeit Diskussionen auslösen.
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