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Trump: „Gerechtigkeit wurde geübt“ – Attentäter Ryan Routh schuldig gesprochen

MIH83 (CC0), Pixabay
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Ein Jahr nach dem vereitelten Mordanschlag auf Donald Trump ist der Täter Ryan Routh in Florida schuldig gesprochen worden. Ein Geschworenengericht in Fort Pierce befand den 59-Jährigen am 23. September für schuldig, einen Mordanschlag auf einen Präsidentschaftskandidaten geplant zu haben – ein Delikt, das lebenslange Haft nach sich ziehen kann. Zudem wurde er wegen des Angriffs auf einen Bundesbeamten und mehrerer Waffenvergehen verurteilt.

Der Prozess fand vor der Bundesrichterin Aileen Cannon, einer Trump-Ernennung, statt.

Trump dankt Jury und Justizministerium

Trump zeigte sich am Rande der UN-Vollversammlung in New York erleichtert:
„Ich bin sehr dankbar für die Gerechtigkeit, die geübt wurde, und dafür, wie professionell alles gehandhabt wurde – von der Richterin bis zur Jury und dem Justizministerium“, sagte er. Auf seiner Plattform Truth Social lobte er zudem die Arbeit des Secret-Service-Agenten, der Routh damals entdeckte und das Attentat verhinderte.

„Das war ein böser Mann mit bösen Absichten – und sie haben ihn gefasst. Ein großer Moment für die GERECHTIGKEIT IN AMERIKA!“, schrieb Trump.

11 Stunden im Hinterhalt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte Routh am 15. September 2024 mit einem Gewehr stundenlang am Zaun des Trump International Golf Club in Florida gelauert – über elf Stunden lang. Erst als ihn ein Secret-Service-Agent bemerkte und das Feuer eröffnete, ließ Routh seine Waffe fallen und flüchtete. Er wurde wenig später festgenommen.

Zweiter Anschlag binnen Wochen

Der Vorfall ereignete sich nur rund einen Monat, nachdem Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Butler, Pennsylvania, leicht verletzt worden war: Eine Kugel hatte ihm damals das Ohr gestreift.

Chaos im Gerichtssaal

Für Aufsehen sorgte auch der Moment nach der Urteilsverkündung: Routh versuchte offenbar, sich mit einem Kugelschreiber in den Hals zu stechen. Mehrere US-Marshals überwältigten ihn sofort und brachten ihn aus dem Saal.

Das Strafmaß soll in den kommenden Wochen verkündet werden.

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