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Trump gerät wegen Kimmel-Kontroverse unter Druck – sogar aus dem MAGA-Lager

reidy68 (CC0), Pixabay
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Selten genug: Donald Trump sieht sich ausgerechnet aus dem eigenen Lager heftiger Kritik ausgesetzt. Hintergrund sind die Angriffe gegen Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel, dessen Sendung nach umstrittenen Bemerkungen über den ermordeten Aktivisten Charlie Kirk zeitweise ausgesetzt wurde.

Während Trump die Suspendierung öffentlich feierte und sogar forderte, andere Moderatoren gleich mit abzusetzen, warnen prominente Republikaner und konservative Kommentatoren vor gefährlichem Regierungs-Overreach.

FCC-Drohungen sorgen für Empörung

Brendan Carr, Vorsitzender der Federal Communications Commission (FCC), hatte ABC und dessen regionale Sender offen damit gedroht, ihre Sendelizenzen zu entziehen, sollten sie Kimmels Show weiter ausstrahlen. Für Senator Ted Cruz klang das „wie aus einem Mafiafilm“. Auf seinem Podcast verglich er Carrs Worte mit der klassischen Drohung: „Schöne Bar, die Sie hier haben – schade, wenn etwas passieren würde.“

Cruz, sonst ein Trump-Verbündeter, warnte: „Es fühlt sich vielleicht gut an, Kimmel zu drohen. Aber wenn die Demokraten wieder an der Macht sind, werden sie diese Macht nutzen, um uns zum Schweigen zu bringen.“ Ähnlich äußerten sich Mitch McConnell, Rand Paul und Todd Young: Regierung und Redefreiheit passten schlicht nicht zusammen.

Streit um „Hate Speech“

Für noch mehr Unruhe sorgte Justizministerin Pam Bondi, die kurz zuvor angekündigt hatte, künftig auch gegen „Hassrede“ vorzugehen. Konservative Influencer wie Matt Walsh liefen Sturm: Jahrzehntelang hätten Konservative für Meinungsfreiheit gekämpft – und nun solle ausgerechnet eine Trump-Ministerin die Grenzen enger ziehen? Bondi ruderte später zurück: Nur Hassrede, die zu Gewalt aufruft, sei gemeint.

Trump legt nach – und erntet noch mehr Gegenwind

Anstatt die Kritik zu besänftigen, goss Trump weiteres Öl ins Feuer. Er deutete an, Fernsehsendern, die ihn unfair behandelten, die Lizenzen entziehen zu wollen. „Sie geben mir nur schlechte Presse, vielleicht sollte man ihre Lizenz entziehen“, sagte er. Doch selbst viele in der MAGA-Szene halten das für einen gefährlichen Tabubruch.

Podcaster Akaash Singh kommentierte süffisant: „Es ist schon ironisch, wenn Rechte plötzlich wie Linke klingen – Cancel Culture inklusive.“ Sein Kollege Andrew Schulz erinnerte daran, dass ausgerechnet Charlie Kirk ein glühender Verteidiger der Meinungsfreiheit gewesen sei: „Glaubt irgendjemand ernsthaft, er hätte gefordert, Jimmy Kimmel abzusetzen? Er wäre außer sich vor Wut.“

Zwischenruf aus der Basis

Damit steckt Trump mitten in einem Dilemma: Einerseits möchte er Stärke zeigen und seine Kritiker bestrafen, andererseits riskiert er, die eigenen Reihen zu spalten. Ausgerechnet das Thema, mit dem er sonst gegen die „linke Cancel Culture“ Stimmung machte, könnte ihm nun selbst auf die Füße fallen.

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