US-Präsident Donald Trump verschärft seinen Kurs im sogenannten Kulturkampf in den Vereinigten Staaten. In einem Beitrag auf seiner eigenen Plattform Truth Social griff er den renommierten Museumsverbund Smithsonian Institution scharf an.
Vorwurf einseitiger Darstellung
Trump warf den Smithsonian-Museen vor, ein negatives Geschichtsbild zu vermitteln. Dort werde „nur darüber diskutiert, wie schlimm die USA seien“, schrieb er. Insbesondere die Darstellung von Sklaverei, Unterdrückung und Diskriminierung stehe im Mittelpunkt, während die „Glanzleistungen und Erfolge“ der Nation kaum gewürdigt würden.
Drohung mit juristischen Schritten
Der Präsident kündigte an, seine Anwälte in die Einrichtung zu schicken, um die Museen zu zwingen, die Ausstellungen stärker auf patriotische Themen auszurichten. „Die Menschen wollen die Größe Amerikas sehen, nicht nur seine Fehler“, betonte er.
Bedeutung der Smithsonian Institution
Die Smithsonian Institution ist ein international anerkannter Museumsverbund mit Sitz in Washington D.C. Er umfasst 19 Museen und Galerien sowie den Nationalzoo. Thematisch reichen die Ausstellungen von Natur- und Luftfahrtgeschichte über Kunst bis hin zu Fragen der amerikanischen Identität. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Geschichte der USA – einschließlich schwieriger Kapitel wie Sklaverei, Rassismus und Bürgerrechtsbewegung.
Teil des Kulturkampfs
Die Attacke reiht sich ein in Trumps wiederholte Vorwürfe gegen Bildungseinrichtungen, Medien und Kultureinrichtungen, die seiner Ansicht nach ein zu kritisches Bild der amerikanischen Vergangenheit zeichnen. Schon während seiner ersten Amtszeit hatte er Programme zur Förderung von „patriotischer Bildung“ angekündigt.
Ob Trump tatsächlich juristische Schritte gegen den Smithsonian-Verbund einleiten kann, ist offen. Fachleute verweisen darauf, dass die Institution durch den Kongress finanziert wird und eine weitgehende wissenschaftliche Autonomie genießt.
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