US-Präsident Donald Trump hat am 8. August 2025 angedeutet, dass ein mögliches Friedensabkommen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine einen Austausch von Gebieten beinhalten könnte.
Bei einer Zeremonie im Weißen Haus – anlässlich der Unterzeichnung eines Friedensvertrags zwischen Armenien und Aserbaidschan – sagte Trump, dass sowohl Russland als auch die Ukraine „etwas abgeben“ müssten. Ziel sei es, Teile des von Russland besetzten ukrainischen Territoriums zurückzuholen, während andere Gebiete „getauscht“ würden.
Hinter den Kulissen arbeiten US- und russische Vertreter an einem Vorschlag, der auch von der Ukraine und den europäischen Partnern gebilligt werden müsste. Laut Bloomberg ist eine Einigung jedoch noch weit entfernt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte in einer Stellungnahme, dass nur ein „würdevoller, verlässlicher und dauerhafter Frieden“ akzeptabel sei, der auf gemeinsamen Anstrengungen beruhe.
Russlands Präsident Wladimir Putin beansprucht derzeit fünf Gebiete für Russland:
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Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson (teilweise besetzt)
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Krim, annektiert 2014
Ein Verlust von rund 20 % des ukrainischen Staatsgebiets wäre innenpolitisch für Selenskyj äußerst schwer vermittelbar.
Trump zeigte sich zuletzt zunehmend ungeduldig mit Putin und drohte neue Sanktionen und Zusatzzölle an – darunter bereits eine 25%-Strafabgabe auf indische Importe wegen russischen Ölkaufs.
Ein Trump-Putin-Gipfel soll in den kommenden Tagen stattfinden, Ort und Termin sind noch offen. Ob die angedrohten Sanktionen in Kraft treten oder vor dem Treffen ausgesetzt werden, ist unklar.
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