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Trump erwägt Begnadigung von Diddy – Hip-Hop-Szene bleibt gespalten

manfredrichter (CC0), Pixabay
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– US-Präsident Donald Trump sorgt erneut für Diskussionen in der Musik- und Politiklandschaft: In einem Interview vom 1. August sprach er über die Möglichkeit einer Begnadigung des inhaftierten Musikmoguls Sean „Diddy“ Combs, der im Juli wegen Beteiligung an einem Sexhandelsring verurteilt wurde.

Combs, der seit seiner Festnahme am 16. September 2024 im Metropolitan Detention Center in Brooklyn inhaftiert ist, war zuvor mehrfach mit Anträgen auf Freilassung gescheitert. Trump deutete nun an, dass seine Entscheidung über eine Begnadigung auch davon abhängen könne, wie Combs sich in der Vergangenheit öffentlich über ihn geäußert habe:

„Er hat ein paar ziemlich negative Dinge über mich gesagt. Das macht es nicht gerade einfacher“, sagte Trump im Gespräch mit Newsmax-Moderator Rob Finnerty.

Neben Combs erwähnte Trump auch Ghislaine Maxwell und George Santos als potenzielle Kandidaten für Begnadigungen.

Trump und Hip-Hop – eine komplexe Geschichte

In der US-amerikanischen Hip-Hop-Kultur war Trump vor seinem politischen Aufstieg lange eine Symbolfigur für Erfolg und Reichtum – häufig in Songs erwähnt, vor allem in den 1990er- und 2000er-Jahren.

  • Raekwon (Wu-Tang Clan) nannte sich 1995 in „Incarcerated Scarfaces“ selbst den „Black Trump“.

  • Mac Miller landete 2011 mit dem Track „Donald Trump“ seinen Durchbruch – distanzierte sich später aber klar von Trump.

  • Rae Sremmurd veröffentlichten 2015 „Up Like Trump“, ein weiteres Beispiel für Trumps damalige Popkultur-Relevanz.

Doch mit Trumps Präsidentschaft kippte der Ton: Viele prominente Rapper begannen, ihn scharf zu kritisieren.

  • YG und Nipsey Hussle brachten 2016 den Protestsong „FDT“ (F** Donald Trump)* heraus, der zum Wahlkampf-Hit wurde.

  • Kendrick Lamar nannte Trump in mehreren Songs ab 2017 einen „Chump“ („Trottel“) und kritisierte dessen politische Agenda offen – unter anderem im Pulitzer-prämierten Album „DAMN.“

Begnadigung trotz Kritik?

Trumps Beziehung zur Hip-Hop-Welt ist also ambivalent: Einerseits genoss er einst Anerkennung als Symbol für Status und Macht, andererseits wurde er nach 2016 zunehmend zum Ziel politischer Kritik.

Dass ausgerechnet Sean Combs, einst selbst Unterstützer demokratischer Kandidaten, nun als möglicher Begnadigungsfall gehandelt wird, spaltet Fans und politische Beobachter gleichermaßen. Während Kritiker Trumps Motive hinterfragen, könnte die Begnadigung Combs’ Teil einer strategischen PR-Agenda sein – oder Ausdruck persönlicher Rachsucht.

Eine endgültige Entscheidung steht bislang aus.

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