Der Goldpreis hat sich nach den Kursschwankungen zu Wochenbeginn stabilisiert. Am Dienstagmorgen notierte eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) an der Londoner Börse bei 3.348 US-Dollar – etwa sechs Dollar mehr als am Vortag.
Zu Wochenbeginn war der Preis zunächst unter Druck geraten, nachdem Berichte über mögliche US-Zölle auf Goldimporte die Runde gemacht hatten. Vor allem die Schweiz, ein zentrales Drehkreuz für die Verarbeitung und den Export des Edelmetalls, wäre von solchen Maßnahmen stark betroffen gewesen. Die Unsicherheit führte kurzfristig zu erhöhter Volatilität am Markt.
Die Wende kam am Montagabend, als US-Präsident Donald Trump über seine Plattform Truth Social klargestellte: „Gold wird nicht mit Zöllen belegt.“ Mit dieser eindeutigen Erklärung nahm er den Spekulationen den Wind aus den Segeln. Händler reagierten erleichtert, und der Goldpreis zog leicht an.
Marktanalysten sehen den jüngsten Verlauf als Beispiel dafür, wie sensibel der Goldmarkt auf politische Signale reagiert. Kurzfristige Äußerungen führender Entscheidungsträger können selbst ohne fundamentale Änderungen bei Angebot und Nachfrage deutliche Kursbewegungen auslösen.
Für die kommenden Tage rechnen Experten mit einer seitwärts gerichteten Entwicklung, da die Zollthematik vorerst geklärt scheint. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun wieder auf klassische Einflussfaktoren wie die Geldpolitik der US-Notenbank, Inflationsdaten und geopolitische Risiken.
Langfristig könnte Trumps schnelle Klarstellung zudem ein Signal an die Märkte sein, dass die USA bei strategisch wichtigen Rohstoffen wie Gold keine zusätzlichen Handelsbarrieren errichten wollen – zumindest bis auf Weiteres.
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