Also gut, stellen wir uns mal ganz naiv: Wenn man wirklich nichts zu verbergen hat, wie verhält man sich dann?
a) Entspannt.
b) Gelassen.
c) Man ruft das Sicherheitskabinett zusammen, um zu verhindern, dass jemand alte E-Mails von einem toten Pädokriminellen veröffentlicht.
Na? Richtig – Antwort C, zumindest wenn man Donald Trump heißt.
Während Amerika fragt: „Wer war eigentlich alles auf Epsteins Insel – und warum ist der Whirlpool nur lauwarm?“, fragt Trump sich: „Wie schaffe ich es, dass niemand merkt, wie sehr ich nicht nervös bin?“
Spoiler: Es klappt mäßig.
Ein Präsident, zwei Freunde und sehr viele offene Fragen
Trump und Epstein – das klingt wie der Titel einer romantischen Komödie, die man auf gar keinen Fall sehen möchte.
Sie kannten sich. Sie feierten zusammen. Es gibt mehr Fotos von Trump und Epstein als von Trump beim Lesen. Und das will was heißen.
In neuen E-Mails schreibt Epstein ganz entspannt, dass Trump „natürlich wusste, dass Ghislaine die Mädchen aus Mar-a-Lago holt“. Und man fragt sich:
Wenn selbst Epstein überrascht war, dass Trumps Name nicht in den Ermittlungen auftaucht – ist das dann ein gutes Zeichen?
Trump vs. die Offenlegung: “Was ist Transparenz und kann man das essen?”
Am Tag, an dem der Kongress fast gezwungen wurde, die Epstein-Akten freizugeben, reagierte das Weiße Haus wie bei einem UFO-Landung:
Sofort ein Meeting im Situation Room, hektisches Telefonieren, ein bisschen Drama – fehlt nur noch, dass Melania mit einem Aluhut reinkommt.
Trump sagt natürlich, das habe nichts mit den Akten zu tun gehabt. Er wollte einfach spontan mit ein paar Abgeordneten „über Gott und die Welt“ reden. Im Situation Room. Ganz normal.
Verschwörung oder einfach schlechtes Krisenmanagement?
Und wie sieht’s bei den Umfragen aus? Nicht gut, Donald.
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Nur 26 % der Amerikaner glauben, dass Trump sicher nichts mit Epstein zu tun hatte.
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Der Rest? Glaubt entweder an Vertuschung, Aliens oder dass Epstein und Elvis gemeinsam auf Kuba leben.
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Selbst unter Republikanern sagen viele: „Er hätte da ruhig ein bisschen weniger verdächtig wirken können.“
Aber keine Sorge: In ein paar Wochen ist sicher wieder irgendetwas explodiert, und alle vergessen das hier. Vielleicht ein Wetterballon, vielleicht eine andere geheime Liste – bei Trump weiß man nie.
Fazit: Wenn du nichts zu verbergen hast – tu wenigstens so!
Donald Trump hat der Welt wieder einmal bewiesen, dass man mit maximaler Intransparenz, mysteriösem Verhalten und dem Einsatz von Regierungsmacht sehr gut aussehen kann – also, wenn man gerade versuchen will, nicht schuldig zu wirken.
Ob an der ganzen Sache wirklich etwas dran ist? Keine Ahnung. Aber wie heißt es so schön:
Wenn es aussieht wie ein Cover-up, sich anhört wie ein Cover-up und sich benimmt wie ein Cover-up … dann ist es vielleicht ein Golfturnier in Mar-a-Lago.
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