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Trump droht „Wall Street Journal“ mit Klage – Neue Wendung im Epstein-Skandal

MIH83 (CC0), Pixabay
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Ein Bericht des Wall Street Journal vom 17. Juli 2025 sorgt für neue Schlagzeilen rund um die Beziehung zwischen Donald Trump und dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Demnach soll ein bizarrer Geburtstagsbrief mit Trumps Unterschrift Teil eines exklusiven Grußalbums gewesen sein, das Epstein zu seinem 50. Geburtstag im Jahr 2003 überreicht wurde.

Laut dem Journal war das Schreiben in die Umrisse einer nackten Frau gezeichnet – Trumps Signatur sei dabei als „schnörkeliges ‘Donald’ unterhalb der Taille, mimisch als Schamhaar“ dargestellt gewesen. Der Brief endete mit den Worten:
„Happy Birthday — and may every day be another wonderful secret.“

Trump reagierte prompt auf die Veröffentlichung und wies die Darstellung in mehreren Social-Media-Posts vehement zurück:
„Das ist FAKE. Nicht meine Worte, nicht mein Stil. Und ich zeichne keine Bilder.“

Der Ex-Präsident kündigte rechtliche Schritte gegen das Wall Street Journal an und behauptete, die Redaktion sei „direkt gewarnt“ worden.

Justizministerium: Es gibt keine „Kundenliste“

Bereits am 7. Juli hatte das US-Justizministerium (DOJ) erklärt, dass es nach umfassender Prüfung keine Beweise für eine sogenannte „Kundenliste“ von Jeffrey Epstein gebe. Auch Hinweise auf Erpressung prominenter Personen oder einen gewaltsamen Tod Epsteins im Gefängnis wurden nicht gefunden.

Diese Stellungnahme widersprach früheren Aussagen von Trumps Justizministerin Pam Bondi, die im Februar bei Fox News gesagt hatte:
„Sie liegt auf meinem Schreibtisch zur Prüfung.“

Das Weiße Haus erklärte daraufhin, Bondis Äußerung habe sich auf den gesamten Aktenbestand im Epstein-Fall bezogen, nicht auf eine spezifische Liste.

Zweifel und Verschwörungstheorien halten an

Trotz des Memos glauben viele in der republikanischen Basis weiterhin an eine „vertuschte“ Liste von prominenten Epstein-Kontakten. Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene schrieb auf X:
„Niemand glaubt, dass es keine Kundenliste gibt.“

Auch House Speaker Mike Johnson forderte am 15. Juli mehr Transparenz:
„Wir sollten alles veröffentlichen und das Volk entscheiden lassen.“

Selbst im Trump-nahen Lager regt sich Kritik: Radiomoderator Alex Jones nannte das Memo „eine Farce“ und bezeichnete die gesamte Affäre als „Jeffrey-Epstein-Hoax“. Trump wiederum reagierte wütend auf seine eigenen Unterstützer und warf ihnen vor, auf eine „Demokraten-Falle“ hereinzufallen.

Weitere Aktenfreigaben geplant

Am 17. Juli kündigte Trump an, er habe Justizministerin Bondi angewiesen, weitere Dokumente – insbesondere Aussagen vor der Grand Jury – zur Freigabe vorzubereiten. Bondi erklärte umgehend, man sei „bereit, beim Gericht einen Antrag auf Entsiegelung der Protokolle zu stellen.“


Fazit

Die Affäre rund um Jeffrey Epstein bleibt auch Jahre nach dessen Tod ein hochexplosives politisches Thema in den USA. Trumps angeblicher Geburtstagsbrief, die widersprüchlichen Aussagen zu geheimen Kundenlisten und die anhaltende Skepsis in Teilen der Bevölkerung sorgen weiterhin für Spannungen – und werfen erneut Fragen nach Transparenz, Wahrheit und politischer Instrumentalisierung auf.

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