Präsident Donald Trump (79) hat sich mal wieder in Schusslaune gezeigt. Diesmal im Fadenkreuz: Der friedliche, ahornblättrige Nachbar im Norden. Der Grund? Ein Handelsabkommen mit China, bei dem Kanada es gewagt hat, Zölle auf chinesische E-Autos zu senken. Für Trump ein klarer Fall von „schwerem diplomatischen Fehlverhalten – oder wie ich es nenne: Verrat mit Ahornsirup“.
Auf seiner Social-Media-Spielwiese Truth Social wetterte Trump gegen Premierminister Mark Carney (60), den er offenbar für eine Mischung aus kanadischem Supervillain und IKEA-Filialleiter hält. „Carney glaubt wohl, Kanada kann zum Umschlagplatz für chinesischen Krempel werden! Falsch gedacht, Marky-Mark!“, tippte Trump in Großbuchstaben.
Zollhammer statt Friedenspfeife
Trump drohte im Stil eines TV-Showdowns mit einem 100-prozentigen Strafzoll auf kanadische Produkte – eine Art diplomatischer Holzhammer, mit dem man normalerweise nur Piñatas oder Meinungsumfragen zertrümmert.
Ironischerweise hatte Trump das Abkommen zunächst begrüßt. „Gut für Kanada“, nannte er es noch letzte Woche – vermutlich in der Annahme, es handele sich um ein Golfturnier. Nun aber scheint sein Gedächtnis (wie auch seine Position) flexibler zu sein als ein Yoga-Kurs in Vancouver.
Chinas stille Freude
Während Ottawa versucht, zwischen Wirtschaftswachstum und Trump’schem Blitzgewitter zu navigieren, dürfte man in Peking mit einem leisen Lächeln zusehen. Schließlich gibt es kaum etwas Effizienteres, als zwei westliche Handelsmächte dabei zu beobachten, wie sie sich gegenseitig mit Zöllen und Sprüchen bewerfen.
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