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Trump droht, die EU zu „belohnen“ – mit etwas weniger Zoll, vielleicht

MIH83 (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump, der sich beim jüngsten KI-Event wohl zwischen einem „China-ist-böse“-Tweet und dem nächsten Golfturnier verlaufen hatte, machte der EU eine freundliche Ansage im besten Mafia-Stil: „Wenn ihr schön brav seid und euren Markt für amerikanische Konzerne öffnet, dann, ja dann, könnte ich vielleicht sogar ein bisschen weniger Zoll kassieren.“

Man sei in „ernsthaften Verhandlungen“, so Trump. Ernsthaft – und zwar in dem Sinne, dass Europa nach den Regeln tanzen soll, während Washington die Musik bestimmt.


Merz und Macron: Transatlantisches Stirnrunzeln

In Berlin versuchten Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim Tee am Tegeler See, demonstrative Entschlossenheit zu zeigen. Sollte Trump ernst machen, will man mit „handelspolitischen Instrumenten“ zurückschlagen. Was genau das sein soll? Noch unklar – vermutlich irgendwas zwischen EU-Zuckersteuer auf Dr. Pepper und Importverbot für Baseballmützen mit Goldstickerei.

Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte, Merz und Macron seien sich einig, „neue Maßnahmen zu entwickeln“ – was wohl bedeutet: Man hat noch keine, aber man denkt schon mal drüber nach.


Einigung in Sicht? Eher diplomatischer Nebel

Vor dem Treffen hatte Merz noch ganz staatsmännisch Optimismus verbreitet. Es könnte bald eine Lösung geben, ließ er verlauten. Nach drei Stunden Gesprächen mit Macron klang das ganz anders – nämlich gar nicht mehr.

Statt konkreter Fortschritte gab es Worthülsen, diplomatische Floskeln und das vage Versprechen, notfalls „entschlossen“ zu reagieren – natürlich gemeinsam, europäisch, solidarisch. Solange niemand fragt, wie genau.


Fazit: Handelskrieg Reloaded – mit Latte Macchiato und Sanktionsdrohung

Während Trump gewohnt lautstark mit Zöllen fuchtelt, übt sich Europa im kollektiven Zähneknirschen. Merz und Macron wollen Härte zeigen, liefern aber bislang nur Rhetorik in Feinkostqualität. Und wenn es ganz schlecht läuft, bekommt Europa demnächst mehr amerikanische Hühner, weniger Autos nach Übersee – und eine neue Handelskrise zum Dessert.

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