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Trump droht Demokraten mit Todesstrafe – weil „jemand muss ja mal die Stimmung anheizen“

fill (CC0), Pixabay
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In einem weiteren Ausflug ins Paralleluniversum der politischen Kommunikation hat US-Präsident Donald Trump gestern auf Truth Social wieder kräftig in die Tasten gehauen – diesmal mit einer kleinen Drohung auf Leben und Tod. Sechs demokratische Kongressmitglieder, die Soldaten in einem Video dazu aufgerufen hatten, illegale Befehle nicht blind zu befolgen, seien laut Trump nichts anderes als „Verräter“. Und für Verrat, so Trump, gebe es nur eine Lösung: Todesstrafe. Zack, bumm, weg.

Na klar – wer kennt das nicht? Man gibt seinem Hund kein Leckerli, wenn er bellt – und der Präsident ruft zur Exekution auf, wenn jemand an die Verfassung erinnert. Checks & Balances – aber make it medieval.

Demokraten an der Front – und dann wieder im Fadenkreuz

Die sechs betroffenen Demokrat*innen – allesamt ehemalige Mitglieder des Militärs oder der Geheimdienste – hatten in einem Video daran erinnert, dass Soldaten keinen „Mach was du willst“-Eid auf Trump geschworen haben, sondern auf die US-Verfassung. Eine eher banale Erinnerung in einer Demokratie – es sei denn, man lebt im Königreich Mar-a-Lago.

Das Video warb schlicht dafür, nicht auf verfassungswidrige Befehle zu hören – z. B. wenn Soldaten gegen Demonstranten eingesetzt oder mutmaßliche Drogenschmuggler einfach ohne Prozess „weggebombt“ werden sollen. Für Trump offenbar ein absoluter Affront: „Aufwiegelung! Hochverrat! Köpfe rollen!“ Oder, in seinem Fall: CAPS LOCK!

Die Reaktion der Demokraten: entsetzt, aber höflich

Die Demokratische Partei reagierte auf Trumps Eintrag, wie man das eben tut, wenn der Präsident mit Hinrichtungen droht: mit einem knappen „absolut abscheulich“ – was in politischem Tonfall etwa so klingt wie: „Hören Sie mal, Herr Trump, das war jetzt aber wirklich nicht nett.“

Der Parteivorsitzende Ken Martin bezeichnete Trumps Worte angesichts der ohnehin schon angespannten Lage im Land als „einfach widerlich“. Eine erstaunlich nüchterne Reaktion auf jemanden, der in seiner Freizeit offenbar George Washingtons Grab besucht und flüstert: „Ich mach das besser, schau zu.“

Kurz gefasst:

  • Demokraten: „Bitte befolgt keine illegalen Befehle.“

  • Trump: „Sofort erschießen!“

  • Demokraten: „Das ist jetzt aber sehr unhöflich.“

  • Amerika: Hält den Atem an. Wieder einmal.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Präsident demnächst nicht auch noch eine Guillotine-App ins Oval Office bestellt, nur weil ihm jemand widersprochen hat.

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