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Trump dreht am Zollrad – jetzt auch Goldbarren im Fadenkreuz

geralt (CC0), Pixabay
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USA starten Welthandels-Diätplan: weniger Importe, mehr Aufregung

Am Donnerstag wurden weltweit US-Zölle hochgeschraubt – und zwar so sehr, dass selbst der Schweizer Franken kurz nervös gezuckt hat. Besonders fies: Jetzt zahlen auch Goldbarren drauf. Die Schweiz ist empört, die USA hingegen wohl zufrieden – immerhin glänzt Gold noch schöner, wenn’s teurer ist.

Schweizer Gold trifft US-Mauer

Bislang waren Goldbarren zollfrei. Jetzt gilt: 39 Prozent Aufschlag, egal ob Käse, Uhren oder eben pures Edelmetall. Betroffen ist sogar der legendäre Ein-Kilogramm-Barren, Lieblingskind der Comex-Börse in New York.
Christoph Wild vom Schweizer Edelmetallverband fragt sich nun, wie die USA ihren Goldhunger stillen wollen. Tipp: Vielleicht mit Schokotalern aus dem Duty-Free-Shop?

Japan: „Ups, unser Fehler!“

Auch Japan bekam eine Zollladung ab – allerdings versehentlich. Die USA räumten einen „bedauerlichen Fehler“ ein. Übersetzung: „Wir haben’s versaut, aber hey, immerhin merkt ihr’s jetzt und nicht erst bei der Steuererklärung.“
Immerhin sollen Autozölle von 27,5 auf 15 Prozent sinken – Trump hält also doch noch etwas von japanischen Autos. Wahrscheinlich, weil sie auch in Goldfarben lieferbar sind.

China droht, Indien blutet

Trump liebäugelt mit höheren Zöllen für China – Begründung: Pekings Ölkäufe in Russland. Indien hat’s schon erwischt: 50 Prozent Zollaufschlag, weil auch dort russisches Öl im Tank ist. In Neu-Delhi liegen jetzt geplante US-Waffenkäufe auf Eis – vielleicht bestellt man einfach bei jemandem, der keine Zollrechnung mitschickt.

Italien protestiert mit Einkaufswagen

In Italien läuft jetzt die Kampagne „Wir kaufen europäisch“. Klingt nach Patriotismus im Supermarktregal: Pasta ja, Peanutbutter nein. Ziel: Jobs und Löhne retten – auch wenn Letztere in Italien laut Verbraucherschutz ohnehin schon „im Keller wohnen“.

Trump gegen den Rest der Welt

Der US-Präsident hatte im April den globalen Zollstreit entfacht, zwischendurch kurz auf zehn Prozent runtergeregelt und jetzt wieder hochgedreht. Schriftliche Vereinbarungen? Fehlanzeige. Aber wer braucht schon Papier, wenn man Twitter hat.

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