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TRump

CristianFerronato (CC0), Pixabay
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Vor der UNO-Generalversammlung in New York zeigte sich US-Präsident Donald Trump einmal mehr als Meister der Selbstinszenierung – und als Desaster für die Diplomatie. Statt beruhigender Worte angesichts eskalierender Konflikte in Osteuropa, im Nahen Osten und wachsender globaler Unsicherheit lieferte er vor allem Eigenlob, bizarre Abschweifungen und Angriffe auf Verbündete.

„Ich bin wirklich gut in solchen Dingen. Eure Länder gehen den Bach runter“, erklärte Trump an die Adresse der versammelten Staats- und Regierungschefs.

Eskalatorpannen und Kuh-Verschwörungen

Statt konkrete Antworten auf Krieg und Krise zu geben, sprach der Präsident lieber über eine steckengebliebene Rolltreppe im UN-Gebäude, die fast Melania Trump zu Fall gebracht hätte. Er beklagte sich, die Vereinten Nationen hätten früher sein Immobilienangebot abgelehnt.

Auch zum Klimawandel hatte Trump seine ganz eigene Theorie: Die USA hätten „sehr saubere Luft“, das Problem sei, dass „schmutzige Luft aus China herüberweht“. Zudem warnte er vor einer angeblichen Agenda der Klimaschützer: „Sie wollen alle Kühe töten.“

Ohrfeige für London, Lobpreisung für sich selbst

Trotz royaler Ehren in Großbritannien stellte er Premier Keir Starmer bloß, indem er behauptete, London wolle die Scharia einführen – eine glatte Lüge. Auch Starmers Energiepolitik verspottete er. Gleichzeitig betonte Trump, er verdiene gleich mehrere Friedensnobelpreise für Konflikte, die teils nie existierten.

Ukraine: Ja, nein, vielleicht

In der Ukraine-Frage verwirrte Trump besonders. Zunächst kündigte er an, NATO solle russische Flugzeuge abschießen, relativierte aber kurz darauf, dies hänge „von den Umständen“ ab. Zwar schrieb er auf Truth Social, er glaube nun an einen Sieg der Ukraine – doch seine Haltung gilt als notorisch wankelmütig. Experten fürchten, dass er jederzeit umschwenken könnte.

Angriff auf die UNO und internationale Ordnung

Trump stellte grundsätzlich den Sinn der Vereinten Nationen infrage und kündigte einseitige Militäraktionen gegen mutmaßliche Drogenkartelle in Venezuela an – ohne Beweise, ohne Mandat, ohne Rücksprache mit dem Kongress.

Fazit: Bedrohung für Verbündete

Für viele Beobachter wirkte Trump weniger wie der Anführer der freien Welt als vielmehr wie der politische Frontmann einer globalen Rechtsaußenbewegung. Seine Attacken auf Migration, Klimapolitik und liberale Demokratien schwächen jene Regierungen, die er vorgibt zu unterstützen.

Seine Botschaft an die Welt: „Trump hatte immer recht.“
Die Realität: Verbündete sehen sich gezwungen, ihn irgendwie einzudämmen – ein fast unmögliches Unterfangen.


 

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