Mit einem Einspielergebnis von rund 33,5 Millionen US-Dollar am Eröffnungswochenende hat „Tron: Ares“, der dritte Teil der seit über vier Jahrzehnten bestehenden Sci-Fi-Reihe, Platz eins an den nordamerikanischen Kinokassen erreicht. Dennoch bleibt der Disney-Film deutlich hinter den Prognosen zurück – Branchenexperten hatten mit einem Start über 40 Millionen Dollar gerechnet.
Das Budget des Films soll bei rund 180 Millionen Dollar gelegen haben.
„Man muss dem ‚Tron‘-Franchise zugutehalten, dass es nach über 40 Jahren immer noch mit einem Nummer-eins-Start aufwarten kann – das gelingt nur sehr wenigen Filmreihen“, sagte Paul Dergarabedian, Marktanalyst bei Comscore.
Verglichen mit dem Originalfilm von 1982, der inflationsbereinigt rund 16,7 Millionen Dollar einspielte, ist „Tron: Ares“ erfolgreicher gestartet. Im Vergleich zum Vorgänger „Tron: Legacy“ (2010), der inflationsbereinigt über 65 Millionen Dollar am Startwochenende erzielte, schneidet der neue Teil jedoch deutlich schwächer ab.
Konkurrenz mit soliden Zahlen – „Roofman“ auf Platz zwei
Auf Platz zwei landete „Roofman“ von Paramount Pictures, ein dramatisch-humoristischer Film über den realen Ausbruch des Verbrechers Jeffrey Manchester im Jahr 2004 und seine Zeit im Versteck eines Spielzeugladens. Der Film spielte rund 8 Millionen Dollar ein.
„Für eine charakterzentrierte Komödie ist das ein solider Start“, erklärte David A. Gross, Herausgeber des Branchen-Newsletters FranchiseRe. Solche Filme erreichen im Schnitt etwa 6,4 Millionen Dollar zum Start.
Den dritten Platz belegte „One Battle After Another“ von Warner Bros. mit 6,67 Millionen Dollar. Der Film hält sich seit drei Wochen in den Charts und hat inzwischen ein Gesamteinspiel von rund 54 Millionen Dollar erzielt.
Familienfilm „Gabby’s Dollhouse“ überrascht
Auf Platz vier folgt „Gabby’s Dollhouse: The Movie“ von Universal Pictures mit 3,35 Millionen Dollar, dicht gefolgt von Sonys „Soul on Fire“ (3 Millionen Dollar).
Dergarabedian lobte „Gabby’s Dollhouse“ als „heimlichen Hit des Monats“. Zwar erreiche der Film keine Rekorde, aber er sei ein verlässlicher Publikumsmagnet – nicht zuletzt, weil es sich um einen seltenen G-rated-Film handelt. „Meistens sind es PG-Filme, die Familien anziehen“, so der Analyst.
Fazit: Breites Angebot, aber keine Blockbuster
Der Oktober bot bislang keine großen Blockbuster – viele Studios haben ihre Zugpferde für den Jahresendspurt aufgespart. Dazu gehören Titel wie:
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„Wicked: For Good“ (Start: 21. November)
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„Five Nights at Freddy’s 2“ (Start: 5. Dezember)
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„Avatar: Fire and Ash“ (Start: 19. Dezember)
Dennoch sei das Programm vielfältig, so Dergarabedian – von Genrefilmen bis zu Independent-Produktionen. Einziger Nachteil: „Die Zuschauer müssen aktiv recherchieren, um die für sie spannenden Filme zu finden.“
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