Startseite Vorsicht Insolvenzen Trend setzt sich fort: Über 30 weitere Firmen am 13. Oktober in die Insolvenz gerutscht
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Trend setzt sich fort: Über 30 weitere Firmen am 13. Oktober in die Insolvenz gerutscht

Insolvenz | © SimonMichaelHill / Pixabay
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Die Insolvenzwelle reißt nicht ab. Auch am heutigen Tag meldeten sich über 30 Unternehmen aus ganz Deutschland bei den zuständigen Amtsgerichten, um Insolvenzverfahren zu eröffnen oder fortzuführen. Die Bandbreite reicht erneut von kleinen Handwerksbetrieben über Mittelständler bis zu spezialisierten Technologiefirmen. Besonders auffällig sind gleich mehrere Fälle in Berlin, Köln, Osnabrück und München – eine geografische Konzentration, die zunehmend ein strukturelles Muster erkennen lässt.

Technologie- und Zukunftsbranchen unter Druck

Erschütternd ist die Nachricht, dass auch vermeintlich zukunftsorientierte Unternehmen zunehmend in wirtschaftliche Not geraten. In Berlin meldete die Kodex AI GmbH (Az. 3609 IN 5707/25) Insolvenz an – ein Unternehmen, das sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigte. Nur wenige Kilometer entfernt folgte die Steelcom Steel & Commodities GmbH (Az. 3606 IN 10198/25), die im internationalen Stahlhandel aktiv war.

In Heidelberg geriet die Alternative Future Germany GmbH (Az. 51 IN 639/25) in die Pleite – ein Name, der wohl ironischer kaum erscheinen könnte angesichts der wirtschaftlichen Realität.

Gastronomie, Energie, Handwerk: keine Branche ist verschont

In Köln wurden gleich drei Insolvenzanträge eingetragen, darunter:

  • IFS Innovative Financial and Medical Solution GmbH & Co. KG (Az. 70d IN 221/25)
  • Euphrat GmbH aus Leverkusen (Az. 70c IN 143/25)
  • macevent GmbH (Az. 70g IN 290/25)

In Osnabrück sorgten zwei Namen für Aufsehen: die Dieter Hein Euro-Food Service GmbH und die EG Fleischwarenfabrik Dieter Hein GmbH & Co. KG (Az. 62 IN 35/25 & 60 IN 65/25). Beide Firmierungen sind Teil eines größeren Lebensmittelnetzwerks und könnten auf einen zusammenhängenden Vorgang hindeuten.

Energieunternehmen wie die Langer Energie GmbH aus Beckum (Az. 620 IN 1242/25) sowie RST Sonnen Energie GmbH & Co. KG aus Lahnstein (Az. 21 IN 156/25) zeigen zudem: Auch die Energiewende-Branche ist nicht immun gegen finanzielle Schieflagen.

Regional häufen sich die Einträge

Ein Blick auf die betroffenen Regionen offenbart auffällige Ballungen:

  • Berlin / Charlottenburg mit drei Insolvenzen allein am 13.10.2025,
  • Köln mit mindestens vier Einträgen,
  • Aschaffenburg mit zwei Firmennamen,
  • sowie Osnabrück, München, Bielefeld, Potsdam und Duisburg mit weiteren Einträgen.

Solche regionalen Konzentrationen könnten sowohl auf wirtschaftliche Clusterprobleme als auch auf lokale Branchenstrukturen hinweisen, die gemeinsam unter Druck stehen.

Auch Mittelstand und Handwerk zunehmend betroffen

Ob Biobäckerei Farina – Pustekuchen GmbH (Herford, Az. 43 IN 929/25) oder die Stephan Viktora Medizintechnik GmbH aus Altena (Az. 103 IN 153/25) – es sind nicht nur die „großen Namen“, die derzeit Insolvenz anmelden. Viele kleinere Betriebe, häufig familiengeführt, sehen sich trotz Fachkräftemangel und guter Nachfrage gezwungen, aufzugeben – oft wegen gestiegener Energiepreise, hoher Zinsen oder Finanzierungslücken.

Wirtschaftlicher Trend: Das Vertrauen sinkt

Mit dem heutigen Tag wird erneut deutlich, dass die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen ernsthafter ist als bislang angenommen. Trotz staatlicher Unterstützungsprogramme und zahlreicher Entlastungspakete kämpfen viele Betriebe ums Überleben. Die anhaltende Konsumzurückhaltung, gestörte Lieferketten, hohe Finanzierungskosten und die geopolitischen Unsicherheiten sorgen für einen perfekten Sturm.

Die Insolvenz von Firmen wie:

  • Baycon Grundbesitz GmbH (München, Az. 1500 IN 2462/25),
  • co:debrand Produktions & Vertriebs GmbH (Aschaffenburg, Az. 613 IN 331/25),
  • Textwerk Trier GmbH & Co. KG (Trier, Az. 23 IN 137/25)

unterstreicht, dass auch klassische Immobilien- und Medienbranchen stark betroffen sind.

Fazit: Die Liste wird täglich länger

Auch der 13. Oktober ist ein weiteres Kapitel in einer sich zuspitzenden Wirtschaftskrise. Die Anzahl der täglich bekanntgemachten Insolvenzverfahren steigt weiter. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob es sich um eine bereinigende Marktbewegung handelt – oder um einen langfristigen Strukturwandel, der die deutsche Unternehmenslandschaft nachhaltig verändern wird.

 

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