Ein Ort des Gedenkens ist selbst zur traurigen Kulisse eines weiteren Brandes geworden: In der Schweizer Gemeinde Crans-Montana ist am frühen Morgen eine provisorische Gedenkstätte für die Opfer der verheerenden Brandkatastrophe an Silvester in Flammen aufgegangen.
Wie die Polizei des Kantons Wallis mitteilte, wurden bei dem Vorfall keine Menschen verletzt. Dennoch ist der emotionale Schaden groß: Kerzen, Blumen und persönliche Beileidsbekundungen, die von Angehörigen, Freundinnen und Freunden niedergelegt worden waren, wurden durch das Feuer zum Teil zerstört.
Ersten Ermittlungen zufolge war das Feuer nicht vorsätzlich gelegt worden. Die Flammen seien von Kerzen auf einem zentralen Tisch ausgegangen. Ein Fremdverschulden könne derzeit ausgeschlossen werden, so die Polizei.
Die Feuerwehr konnte den Brand schnell eindämmen – dennoch bleibt das Bild einer zerstörten Gedenkstätte ein schmerzhafter Anblick inmitten der ohnehin tiefen Erschütterung, die der Brand in der Silvesternacht hinterlassen hat.
Bei der Tragödie in einer Bar am 31. Dezember verloren 41 Menschen ihr Leben, darunter viele Jugendliche. 115 weitere Menschen wurden verletzt, zahlreiche von ihnen schwer – viele erlitten lebensverändernde Verbrennungen. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass das Feuer durch Feuerwerksfontänen an Flaschen ausgelöst wurde, die zu nah an einer schaumstoffverkleideten Decke entzündet worden waren.
Was bleibt, ist nicht nur der Schock, sondern die tiefe Trauer – und nun auch der Verlust eines Ortes, an dem viele Menschen versucht haben, ihrem Schmerz Ausdruck zu verleihen.
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