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Gold, Silber und Bitcoin

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Gold und Bitcoin haben in den vergangenen Jahren neue Höchststände erreicht. Noch zu Beginn des Jahres markierte Gold ein Rekordhoch, während Bitcoin stark schwankte, insgesamt aber ebenfalls auf hohem Niveau notierte. Dann kam es überraschend zu einer deutlichen Korrektur: Gold verlor zweistellig, Silber rutschte ebenfalls ab, und auch Bitcoin geriet stark unter Druck. Für viele Anlegerinnen und Anleger kam dieser Ausverkauf unerwartet.

Auslöser der jüngsten Turbulenzen war vor allem die veränderte Erwartung an die Geldpolitik. Die Aussicht auf eine straffere Linie der US-Notenbank ließ die Sorge wachsen, dass künftig weniger Liquidität in die Märkte fließen könnte. Solche Erwartungen belasten insbesondere riskantere Anlageklassen – dazu zählen Kryptowährungen, aber zunehmend auch andere Vermögenswerte. Zusätzlich verstärkten Gewinnmitnahmen, der Abbau gehebelter Positionen und Kapitalabflüsse aus börsengehandelten Produkten den Abwärtstrend.

Bitcoin reagierte dabei weniger wie ein stabiler Wertspeicher, sondern eher wie eine klassische Risikoanlage. Innerhalb weniger Tage verlor die Kryptowährung rund ein Fünftel ihres Wertes. Sinkende Aktienkurse verstärkten den Druck zusätzlich, da viele Investoren in Phasen erhöhter Unsicherheit Risiko reduzieren.

Auch Gold blieb von der Nervosität nicht verschont. Für Anleger im Euroraum fiel der Preis seit dem Höchststand um mehr als 14 Prozent. Viele Fachleute sprechen jedoch von einer technischen Korrektur nach einer sehr starken Rally, nicht von einer grundlegenden Trendwende. Rasche Preissteigerungen in vergleichsweise wenig liquiden Märkten führen häufig zu Übertreibungen – und machen den Markt anfällig für abrupte Rücksetzer.

Die langfristigen Treiber für Gold gelten weiterhin als intakt. Die physische Nachfrage erreichte zuletzt historische Höchstwerte. Gründe dafür sind geopolitische Spannungen, ein schwächerer Dollar sowie Zweifel an der Stabilität staatlicher Schuldtitel. Hinzu kommt die anhaltend starke Nachfrage von Notenbanken, die Gold zur Diversifizierung ihrer Währungsreserven einsetzen und ihre Abhängigkeit von einzelnen Leitwährungen reduzieren wollen.

Diese strukturelle Nachfrage verleiht dem Goldmarkt Stabilität. Kurzfristige Rückgänge bleiben möglich, doch viele Experten sehen darin eher eine Verschnaufpause als das Ende des langfristigen Aufwärtstrends.

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