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Tragödie in Nordmazedonien: 59 Tote bei Discobrand durch Pyrotechnik

Pexels (CC0), Pixabay
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Es hätte ein unvergesslicher Konzertabend werden sollen – doch er endete in einer Katastrophe. Ein Feuer in der Diskothek Pulse in Kocani, ausgelöst durch Pyrotechnik, kostete in der Nacht auf Sonntag 59 Menschen das Leben. Mehr als 155 weitere wurden verletzt.

Flammeninferno während des Konzerts

Während eine beliebte Band spielte, schossen zwei Fackeln auf der Bühne Funken in die Luft – Sekunden später brannte die Decke lichterloh. Innerhalb kürzester Zeit griff das Feuer auf das gesamte Gebäude über. 1.500 Menschen, viele von ihnen junge Konzertbesucher, versuchten verzweifelt, sich in Sicherheit zu bringen.

Ein von Reuters verifiziertes Video zeigt die schrecklichen ersten Momente: Funken sprühen, die Decke fängt Feuer – dann bricht die Aufnahme ab.

Hilflose Angehörige, überforderte Krankenhäuser

Die Szenen in und um die Diskothek waren erschütternd. Verzweifelte Eltern suchten auf Social Media nach ihren Kindern. Bürger transportierten Verletzte mit ihren eigenen Autos, weil die Rettungskräfte überfordert waren. Das Krankenhaus in Kocani konnte die Zahl der Schwerverletzten nicht bewältigen – Patienten wurden in die größere Stadt Stip und die Hauptstadt Skopje gebracht.

Ermittlungen und Festnahmen

Laut Innenminister Pance Toskovski wurde das Feuer durch ein Funken erzeugendes Lichteffektgerät entfacht, das die leicht entflammbare Deckenkonstruktion in Brand setzte. Mehrere Personen, darunter die Konzertorganisatoren und der Clubbesitzer, wurden festgenommen.

„Ein schwerer und sehr trauriger Tag“

Premierminister Hristijan Mickoski sprach von einem „unermesslichen Verlust“, Präsidentin Gordana Siljanovska Davkova besuchte unter Tränen die Verletzten. Österreichs Kanzler Christian Stocker kondolierte via X:

„Ich teile den Kummer unserer mazedonischen Freunde, die so viele junge Menschen verloren haben. Österreich steht an ihrer Seite.“

Erinnerung an frühere Tragödien

Das Unglück erinnert an den Colectiv-Brand 2015 in Bukarest, bei dem 64 Menschen starben. Damals führte das Versagen der Behörden zu landesweiten Protesten und zum Rücktritt des rumänischen Ministerpräsidenten.

Nun steht Nordmazedonien vor der Frage: Hätte diese Tragödie verhindert werden können?

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