Die SMG Holding wirbt mit einem innovativen Geschäftsmodell: Über sogenannte Reverse IPOs sollen mittelständische Unternehmen auf einfachem Weg an die Börse gebracht werden. Anleger:innen können sich über einen Genussschein an den erwarteten Gewinnen der SMG Holding beteiligen.
Doch hinter dem vielversprechenden Konzept verbergen sich auch erhebliche Risiken – gerade aus Sicht privater Investor:innen.
Was Anleger wissen sollten
1. Genussscheine sind Nachrangpapiere – mit hohem Risiko
Ein Genussschein ist kein klassisches Wertpapier wie eine Aktie oder Anleihe. Er gewährt weder Stimmrechte noch eine gesicherte Rückzahlung. Im Insolvenzfall der SMG Holding werden Genussschein-Investor:innen nachrangig behandelt, also erst nach allen anderen Gläubigern bedient – wenn überhaupt.
🔴 Das bedeutet konkret: Im schlimmsten Fall droht der vollständige Verlust des investierten Kapitals.
2. Abhängigkeit vom Erfolg künftiger IPO-Projekte
Die bisher erfolgreich umgesetzten Börsengänge sind ein positives Signal – allerdings keine Garantie für die Zukunft.
Das Geschäftsmodell der SMG Holding hängt wesentlich davon ab, dass:
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weitere börsentaugliche Unternehmen gefunden werden,
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diese erfolgreich integriert und platziert werden,
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und die Märkte das Konzept annehmen.
Ein Einbruch am Kapitalmarkt, regulatorische Änderungen oder eine schwache Nachfrage können die Erfolgsbasis des gesamten Geschäftsmodells erschüttern.
3. Komplexität der Struktur
Das Reverse-IPO-Modell setzt auf sogenannte SPACs (Mantelgesellschaften), die sich als durchaus volatil und spekulativ erwiesen haben. Die jüngere Vergangenheit – insbesondere in den USA – hat gezeigt, dass nicht jeder SPAC-Börsengang für Anleger:innen profitabel war. In vielen Fällen kam es zu starken Kursverlusten, sobald die Fusion vollzogen war.
4. Kein fester Ertrag, keine Garantie
Zwar wird mit vergangenen Gewinnen geworben – diese können jedoch nicht ohne Weiteres in die Zukunft projiziert werden.
Genussscheine sind erfolgsabhängig. Fällt der erwartete Gewinn aus, erhalten Anleger:innen keine oder nur eine eingeschränkte Ausschüttung.
Es gibt keinen Anspruch auf feste Zinsen oder Rückzahlung.
5. Standort Luxemburg – rechtliche Rahmenbedingungen beachten
Da die SMG Holding ihren Sitz in Luxemburg hat, gelten nicht automatisch die gleichen Schutzmechanismen wie bei einem deutschen Emittenten. Anleger:innen sollten sich vor einem Investment genau mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und steuerlichen Folgen vertraut machen.
Fazit: Attraktive Idee, aber hohes Risiko
Die SMG Holding verfolgt ein spannendes Konzept zur Öffnung der Kapitalmärkte für mittelständische Unternehmen – ein Bereich, in dem tatsächlich Nachholbedarf besteht. Doch aus Anlegersicht ist Vorsicht geboten:
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Die Genussscheinstruktur ist hochriskant.
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Renditeversprechen basieren auf Annahmen und Erfolgen der Vergangenheit.
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Das Totalverlustrisiko ist real und sollte nicht unterschätzt werden.
📌 Empfehlung: Nur für erfahrene Anleger:innen mit hoher Risikotoleranz geeignet – und nicht zur Altersvorsorge oder für sicherheitsorientierte Investments geeignet.
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