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Tödliche Wintergefahr auf den Gehwegen: Eis wird oft unterschätzt

cocoparisienne (CC0), Pixabay
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Eine der gefährlichsten Winterrisiken liegt direkt vor unseren Füßen: vereiste Gehwege und Einfahrten. Was harmlos aussieht, kann innerhalb von Sekunden lebensgefährlich werden. In den USA verletzen sich jedes Jahr rund eine Million Menschen durch Stürze auf Eis und Schnee. Etwa 17.000 dieser Unfälle enden tödlich, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC zeigen.

Wie dramatisch solche Unfälle verlaufen können, zeigt der Fall von Jolene Waldref (49) aus Wisconsin. Sie rutschte im Januar 2024 nach der Arbeit auf Eis aus, schlug mit dem Kopf auf einen Zaun und starb kurze Zeit später an Unterkühlung. Ähnliche Tragödien ereignen sich nicht nur im Norden: Auch im Süden der USA kam es bereits zu tödlichen Stürzen auf vereisten Flächen.

Experten raten deshalb, im Winter grundsätzlich vom schlimmsten Fall auszugehen. Dunkle, feuchte Stellen auf Gehwegen sollten stets als glatt angenommen werden. Besonders wichtig ist geeignetes Schuhwerk: Schuhe oder Stiefel mit griffigen, rutschfesten Sohlen aus Gummi oder Neopren bieten deutlich mehr Halt als glatte Ledersohlen.

Auch Streusalz hilft nur eingeschränkt. Es wirkt meist nur bei Temperaturen über etwa minus 9 Grad (15 Fahrenheit). Zudem kann Salz Beton und Pflanzen schädigen. Alternativen wie Sand oder – auf Betonflächen – Calciumchlorid können sinnvoller sein.

Für das Gehen auf Eis empfehlen Unfallversicherer mehrere Vorsichtsmaßnahmen: langsam gehen, kleine Schritte machen, die Füße leicht nach außen stellen („Pinguin-Gang“), flach auftreten und die Arme seitlich ausstrecken, um das Gleichgewicht zu halten. Die Hände sollten nicht in den Taschen stecken, um im Notfall abstützen zu können. Beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto ist besondere Vorsicht geboten – das Fahrzeug kann als Stütze dienen.

Kommt es dennoch zu einem Sturz, kann richtiges Verhalten Verletzungen mindern. Experten raten, möglichst nicht auf Knie, Handgelenke oder die Wirbelsäule zu fallen, sondern – wenn möglich – auf eine seitliche, weichere Körperpartie. Zudem gilt: Muskeln entspannen, denn Verkrampfung erhöht das Verletzungsrisiko.

Fazit: Eis ist eine oft unterschätzte, aber reale Todesgefahr. Umsicht, gutes Schuhwerk und langsames Gehen können im Winter entscheidend sein – und im Zweifel Leben retten.

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