Bei einer Schießerei in der Kleinstadt Anaconda wurden am Freitagmorgen vier Menschen in der Bar „The Owl“ getötet. Die Polizei fahndet nach dem mutmaßlichen Täter, Michael Paul Brown, der weiterhin flüchtig ist.
Zwar wurde das von Brown benutzte Fluchtfahrzeug – ein weißer Ford F-150 – westlich von Anaconda nahe der Stumptown Road aufgefunden, jedoch konnte Brown selbst bislang nicht gefasst werden. Die Behörden gehen davon aus, dass er bewaffnet und gefährlich ist und rufen dazu auf, den Bereich zu meiden und sich ihm nicht zu nähern.
Die Tat ereignete sich gegen 10:30 Uhr morgens. Über das Motiv ist bislang nichts bekannt. Laut Polizei waren alle vier Todesopfer offenbar Gäste bzw. Mitarbeiter der Bar. Die Identitäten der Opfer wurden noch nicht veröffentlicht, da zunächst die Familien benachrichtigt werden sollen.
Eine Zeugin, die Barkeeperin Cassandra Dutra, äußerte sich tief betroffen. Sie war zum Tatzeitpunkt nicht im Dienst, lebt aber in der Nähe. Dutra berichtete, dass Brown Stammgast in der Bar war, sich jedoch eher zurückgezogen verhielt.
Barbesitzer David Gwerder erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass Brown alle Opfer persönlich gekannt habe. Es habe zuvor keine offenen Konflikte gegeben. „Ich glaube, er ist einfach durchgedreht“, so Gwerder.
Neben den lokalen Behörden sind auch FBI, ATF (Alkohol-, Tabak- und Waffenbehörde) sowie der Granite County Sheriff in die Ermittlungen eingebunden. Gouverneur Greg Gianforte und Kongressabgeordneter Ryan Zinke riefen die Bevölkerung zur Vorsicht auf und sprachen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.
Die Schießerei in Anaconda ist eine von bisher über 250 Massenschießereien in den USA im Jahr 2025, so das Gun Violence Archive.
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