Startseite Allgemeines TLC-Sängerin Chilli distanziert sich von Trump-Spenden – „Ich habe einen Fehler gemacht“
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TLC-Sängerin Chilli distanziert sich von Trump-Spenden – „Ich habe einen Fehler gemacht“

geralt (CC0), Pixabay
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Die US-Sängerin Rozonda Thomas, besser bekannt als „Chilli“ aus der R&B-Gruppe TLC, sieht sich erneut mit Kritik konfrontiert – und geht nun in die Offensive. Nach Berichten über Spenden an Wahlkampforganisationen von Donald Trump erklärte die 55-Jährige, sie habe die Hintergründe ihrer Unterstützung missverstanden.

Auf Instagram bemühte sich Thomas um klare Distanz: Sie sei „nicht MAGA“ und unterstütze keine politischen Positionen, die Menschen schadeten. Stattdessen habe sie geglaubt, mit ihren Spenden Organisationen zu fördern, die sich gegen Menschenhandel einsetzen und Veteranen unterstützen.

Tatsächlich sollen laut Medienberichten knapp 1.000 Dollar an politische Gruppen geflossen sein, die mit Trumps Wahlkampf verbunden sind. Die entsprechenden Einträge finden sich in öffentlich zugänglichen Unterlagen der US-Wahlkommission.

Thomas spricht von einem klassischen Fehler: Sie habe „das Kleingedruckte nicht gelesen“. Eine Erklärung, die in Zeiten zunehmender politischer Polarisierung wenig überraschend Skepsis hervorruft. Gerade prominente Persönlichkeiten stehen unter besonderer Beobachtung, wenn es um politische Positionierungen geht – auch dann, wenn diese unbeabsichtigt erfolgen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Sängerin in politische oder gesellschaftliche Debatten hineingezogen wird. Erst kürzlich hatte sie sich gegen Vorwürfe verteidigt, eine Verschwörungstheorie über Michelle Obama verbreitet zu haben. Auch hier erklärte sie, den Inhalt unwissentlich geteilt zu haben.

Bereits 2017 sorgte Thomas für Diskussionen, als sie während der Black-Lives-Matter-Proteste den Slogan „All Lives Matter“ verwendete – eine Aussage, die vielfach als Relativierung struktureller Probleme kritisiert wurde. Später stellte sie klar, dass sie die besondere Betroffenheit Schwarzer Amerikaner anerkenne.

Die aktuelle Debatte zeigt einmal mehr, wie schmal der Grat für Prominente geworden ist. Zwischen politischem Engagement, öffentlicher Wahrnehmung und digitaler Empörung bleibt wenig Raum für Fehltritte – selbst dann, wenn diese, wie im Fall von Chilli, offenbar unbeabsichtigt waren.

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