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Eine Woche nach den verheerenden Erdrutschen in der Region Maggiatal im Schweizer Kanton Tessin sind neun Menschen per Hubschrauber aus dem Tessiner Bavonatal evakuiert worden, um sie vor den bevorstehenden Unwettern zu schützen. Im Maggiatal hatten die Erdrutsche am vergangenen Wochenende sechs Menschenleben gefordert; drei Personen werden weiterhin vermisst.

Die Behörden haben eindringlich vor erheblicher Niederschlags- und Gewittergefahr gewarnt. Insbesondere das südliche Tessin, Teile Graubündens, der Westen des Kantons Wallis mit dem Rhonetal und der Kanton Waadt am Genfersee sind betroffen. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Uferbereiche zu meiden und Untergeschosse nicht zu betreten. Diese Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, da das Montreux Jazz Festival teilweise unter freiem Himmel stattfindet, was zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen erfordert.

Der Sprecher des Krisenstabs konnte nicht genau sagen, wie viele Menschen aus dem Bavonatal noch evakuiert werden müssen. Experten haben Gefahrenzonen markiert, und es besteht die Möglichkeit, dass betroffene Personen bei Verwandten außerhalb dieser Zonen unterkommen könnten. Im hintersten Teil des abgelegenen Tals, in der Ortschaft San Carlo, leben neun Menschen, die laut Angaben des Sprechers dort sicher sind.

Die zunehmende Häufigkeit und Intensität solcher Naturkatastrophen wird oft im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels diskutiert. Wissenschaftler warnen, dass steigende Temperaturen und veränderte Wettermuster die Wahrscheinlichkeit extremer Wetterereignisse erhöhen. Diese jüngsten Vorfälle im Tessin unterstreichen die dringende Notwendigkeit, sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um Mensch und Umwelt zu schützen.

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