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Tesla steckt in der Krise – und Elon Musk bleibt fern

爪丨丂ㄒ乇尺_卩丨ㄒㄒ丨几Ꮆ乇尺 (CC0), Pixabay
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Der Elektroautobauer Tesla steht aktuell massiv unter Druck. Die Aktie des Unternehmens gehört zu den schwächsten Titeln im S&P 500 in diesem Jahr, die Verkaufszahlen sinken weltweit, und ein Rückruf des neuen Cybertrucks sorgt für zusätzliche Negativschlagzeilen. Gleichzeitig ist Unternehmenschef Elon Musk kaum präsent, obwohl viele Investoren gerade jetzt sein Eingreifen fordern.

Der traditionsreiche Tesla-Befürworter Dan Ives von Wedbush Securities sprach in einer Mitteilung an Anleger offen von einer „Krise“ und forderte Musk sowie den Tesla-Vorstand auf, nicht länger zu schweigen. „Tesla ist Musk, und Musk ist Tesla – das lässt sich nicht trennen“, so Ives.

Doch Musk scheint derzeit andere Prioritäten zu setzen. Ives kritisierte, Musk widme sich derzeit „zu 110 % DOGE“, eine Anspielung auf seine häufigen Aktivitäten rund um die Kryptowährung Dogecoin und seine Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter).

Auch andere Großinvestoren äußerten sich besorgt. Ross Gerber von Gerber Kawasaki sagte gegenüber CNN, Musk tue derzeit „alles, um Kunden zu vergraulen“, und forderte eine Neubesetzung der CEO-Position bei Tesla.

Kritik kommt nicht nur wegen schwacher Verkaufszahlen: Der Cybertruck steht wegen Sicherheitsbedenken unter Rückruf, und bei einer Automesse in Vancouver wurde Tesla überraschend ausgeschlossen. Zudem sollen laut einer Financial Times-Analyse rund 1,4 Milliarden US-Dollar aus der Bilanz des Unternehmens verschwunden sein.

Elon Musk äußerte sich zuletzt am späten Donnerstagabend in einem internen Mitarbeitertreffen, das über X ausgestrahlt wurde. Er sprach von „sturmbedingtem Wetter“ an der Börse, bekräftigte aber erneut, dass Tesla auf dem Weg zur vollständigen Autonomie seiner Fahrzeuge sei, und riet den Mitarbeitenden, ihre Aktien zu behalten.

Trotz aller Rückschläge ist Tesla weiterhin der führende Hersteller von Elektroautos in den USA. Doch der Marktanteil schrumpft – sowohl wegen starker Konkurrenz als auch mangels neuer Innovationen im eigenen Haus.

Beobachter sehen außerdem einen Imagewandel der Marke: Einst war Tesla besonders bei umweltbewussten, liberalen Käufern beliebt. Heute wird das Unternehmen häufiger mit rechten politischen Kreisen in Verbindung gebracht, was zu einem Identitätsverlust der Marke beiträgt.

Auch politische Unterstützung scheint wenig Wirkung zu zeigen. So warb kürzlich sogar Präsident Donald Trump auf dem Gelände des Weißen Hauses für Tesla-Fahrzeuge – der Aktienkurs reagierte jedoch nur kurzzeitig positiv.

Fazit: Elon Musk, dessen Vermögen stark an Tesla-Aktien gebunden ist, wirkt derzeit abgelenkt – und das genau in dem Moment, in dem seine Firma ihn am meisten braucht.

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