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Tesla bringt günstigere Versionen von Model 3 und Model Y auf den Markt

RALPH_GERMANY (CC0), Pixabay
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Der Elektroautohersteller Tesla hat am Dienstag neue, günstigere Varianten seiner beiden Hauptmodelle vorgestellt: das Model 3 Standard und das Model Y Standard. Die Einführung erfolgt nur eine Woche, nachdem US-Käufer den Anspruch auf die 7.500-Dollar-Steuergutschrift für E-Autos verloren haben.

Neue Modelle sollen Absatz ankurbeln

Das Model 3 Standard soll laut Tesla ab 38.630 US-Dollar (inklusive Gebühren) kosten und Ende des Jahres oder Anfang 2026 verfügbar sein. Das Model Y Standard startet bei 41.630 US-Dollar und soll bereits im November oder Dezember ausgeliefert werden.

Damit sind die Fahrzeuge rund 5.000 bis 5.500 Dollar günstiger als die bisherigen Basisversionen („Premium“) – jedoch mit eingeschränkter Ausstattung. Laut Tesla-Webseite fehlen unter anderem der zweite 8-Zoll-Touchscreen, ein Teil des Soundsystems (nur sieben statt 15 Lautsprecher) sowie die „Mikrosuede“-Innenausstattung. Auch die Reichweite und Beschleunigung sind etwas geringer.

Reaktion der Börse verhalten

Die Tesla-Aktie (TSLA) fiel nach der Ankündigung um rund 4 Prozent, da Investoren offenbar noch günstigere Preise erwartet hatten. Schon länger hatte CEO Elon Musk ein Modell im 30.000-Dollar-Bereich versprochen, das bisher aber aussteht.

Tesla hatte im dritten Quartal Rekordverkäufe verzeichnet – vor allem, weil viele Käufer noch schnell die auslaufende Steuervergünstigung nutzten. Nun steht das Unternehmen vor einem zunehmend gesättigten Markt, in dem günstigere Modelle von Konkurrenten wie Hyundai oder BYD starken Druck auf Tesla ausüben.

Konkurrenz aus China und politischer Gegenwind

Besonders die chinesische Marke BYD droht Tesla bei den weltweiten Verkaufszahlen zu überholen. Tesla plant daher, auch in China eine noch billigere Variante des Model Y auf den Markt zu bringen.

Zudem kämpft das Unternehmen mit einem Imageproblem: Die politischen Aktivitäten von Elon Musk – seine frühere Rolle in Trumps Regierung und seine Unterstützung rechter Kandidaten in Europa – haben Proteste und Boykotte ausgelöst. Nach seinem späteren Bruch mit Trump distanzierten sich wiederum konservative Kunden.

Hintergrund

Etwa 46 Prozent des Tesla-Umsatzes stammen aus den USA, 21 Prozent aus China. Experten erwarten, dass der Absatz in den USA weiter sinkt, was zu Überkapazitäten in Teslas US-Werken führen könnte. Die neuen günstigeren Modelle sollen helfen, diese Lücke zu füllen.


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