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Terror-Anklage nach Angriff auf ICE-Anlage in Texas: Zwei mutmaßliche „Antifa-nahe“ Männer vor Gericht

BruceEmmerling (CC0), Pixabay
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Zwei Männer, die laut Bundesbehörden der sogenannten „Antifa-Bewegung“ nahestehen, wurden wegen terrorbezogener Straftaten im Zusammenhang mit einem bewaffneten Angriff auf eine US-Einwanderungsbehörde am 4. Juli 2025 in Texas angeklagt.

Die Anklage wurde am 16. Oktober von einer Grand Jury in Texas erhoben. Sie richtet sich gegen Cameron Arnold und Zachary Evetts – beide sollen an einem gewaltsamen Anschlag auf das Prairieland Detention Center bei Dallas-Fort Worth beteiligt gewesen sein.

Ihnen werden unter anderem Unterstützung terroristischer Aktivitäten, versuchter Mord an US-Beamten sowie mehrfache Schusswaffenvergehen im Zusammenhang mit Gewalttaten vorgeworfen.

FBI-Direktor: „Niemand darf Strafverfolgung verletzen – nicht unter meiner Aufsicht“

Der neue FBI-Direktor Kash Patel äußerte sich am selben Tag öffentlich:

„Zum ersten Mal überhaupt wurden von Antifa beeinflusste anarchistische Extremisten wegen Terrorismus im Zusammenhang mit dem ICE-Angriff am 4. Juli verhaftet. Niemand darf Strafverfolgungsbeamten Schaden zufügen – nicht unter meiner Aufsicht.“

Die Anklage kommt kurz nachdem Präsident Donald Trump die „Antifa“ offiziell als terroristische Hauptorganisation eingestuft hat. Die Regierung kündigte zudem an, gezielt gegen die Finanzierung linkspolitischer Gruppen vorzugehen.

Was über den Angriff bekannt ist

Laut Anklageschrift nutzten Mitglieder der mutmaßlichen Gruppe verschlüsselte Messenger-Apps, um den Angriff zu planen. Diskutiert wurden unter anderem die Gebäudestruktur des ICE-Zentrums, benachbarte Polizeistationen sowie mitzubringende Waffen und Ausrüstung.

Am Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli, sollen mindestens elf maskierte Personen in schwarzer Kleidung und Körperschutz vor dem Gelände erschienen sein. Sie begannen, Feuerwerkskörper auf das Gebäude zu schießen.

Ein herbeigerufener Polizist aus Alvarado wurde nach Angaben der Ermittler am Hals getroffen, konnte jedoch noch das Feuer erwidern, bevor er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er überlebte.

Vandalismus und Schusswechsel

Die Angreifer sollen Dutzende Schüsse abgegeben und mehrere Dienstfahrzeuge der Polizei beschädigt haben. An den Wänden wurden laut Behörden Graffitis mit Parolen wie „Verräter“ und „ICE-Schwein“ entdeckt.

Innerhalb weniger Tage wurden mindestens zehn Personen festgenommen, darunter Arnold und Evetts. Die beiden gelten als Hauptverdächtige.

Antifa: Bewegung oder Organisation?

Obwohl Trump und seine Regierung die Gruppe als terroristische Organisation einstufen, sehen Experten Antifa eher als lose Bewegung, ohne zentrale Struktur oder formelle Mitgliedschaft. Laut dem Congressional Research Service gibt es keine einheitliche Ideologie oder Organisation hinter dem Begriff „Antifa“.

Nächste Schritte unklar

Die Anwälte von Arnold und Evetts haben bislang keine öffentliche Stellungnahme abgegeben. Weitere Ermittlungen durch das FBI und das Justizministerium sind im Gange.


Hintergrund: ICE (U.S. Immigration and Customs Enforcement) ist für Abschiebungen, Grenzkontrolle und Einwanderungsgesetze zuständig – und häufig Ziel politischer Proteste von Gegnern der US-Einwanderungspolitik.

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