Pavel Durov, Gründer und CEO der Messaging-Plattform Telegram, sorgt mit einem außergewöhnlichen Erbplan für Schlagzeilen: Er will sein Vermögen – geschätzt rund 13,9 Milliarden Dollar – an mehr als 100 leibliche Kinder vererben. Neben sechs Kindern aus Beziehungen umfasst das auch Dutzende, die er im Laufe von 15 Jahren per Samenspende gezeugt hat.
„Sie sind alle meine Kinder und haben die gleichen Rechte!“, erklärte der 40-Jährige gegenüber dem französischen Magazin Le Point. Er wolle damit verhindern, dass es nach seinem Tod zu Erbstreitigkeiten komme. Sein Testament habe er kürzlich verfasst.
Die Erbschaft hat allerdings einen Haken: Keines seiner Kinder soll vor Ablauf von 30 Jahren Zugriff auf das Erbe erhalten. Durov betont, sie sollen „wie normale Menschen leben, sich selbst aufbauen, lernen, sich selbst zu vertrauen“.
Sein Vermögen sei ohnehin „theoretisch“, da er Telegram nicht verkaufen wolle. Sein liquides Kapital stamme größtenteils aus frühen Bitcoin-Investitionen – nicht aus der App selbst.
Durov, der heute in Dubai lebt, sieht sich auch als Verteidiger von Freiheit und Datenschutz. Telegram mit seinen über einer Milliarde Nutzern steht wegen fehlender Moderation in der Kritik. 2024 wurde Durov in Paris verhaftet, unter anderem wegen Vorwürfen, Telegram diene als Plattform für Kriminalität. Er wies alle Anschuldigungen als absurd zurück.
Durov bleibt Alleineigentümer von Telegram und sieht sich durch seine Arbeit Risiken ausgesetzt. „Ich will meine Kinder schützen – und das Unternehmen, das ich gegründet habe.“
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