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Tech-Branche setzt auf smarte Brillen: Google, Meta und Snap sehen die Zukunft im Gesichtsfeld

Simon (CC0), Pixabay
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Nachdem Google Glass vor über einem Jahrzehnt grandios scheiterte, feiern smarte Brillen nun ihr technisches Comeback – und diesmal mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz (KI). Branchengrößen wie Google, Meta, Snap und Amazon investieren massiv in neue Modelle intelligenter Brillen, die nicht nur sehen, sondern die Welt um uns herum verstehen – und in natürlicher Sprache darauf reagieren können.

Smart Glasses 2.0: Jetzt wirklich smart?

Was früher futuristisch und unausgereift wirkte, bekommt durch KI nun echten Nutzen. Neue smarte Brillen analysieren in Echtzeit, was wir sehen, hören und sagen. So kann man beispielsweise den Namen eines Cafés auf einem Kaffeebecher erfragen – oder eine fremde Sprache simultan übersetzen lassen.

Beispiele:

  • Ray-Ban Meta AI Glasses erkennen Obstsorten, beantworten Fragen zur Schärfe von Paprika im Supermarkt oder dolmetschen Gespräche live.

  • Snap kündigte vergangene Woche eine neue Version der „Spectacles“ an, ausgestattet mit KI-Funktionalität – Marktstart: 2026.

  • Auch Apple soll laut Bloomberg an einem eigenen Modell arbeiten.

Warum jetzt?

Der Smartphone-Markt stagniert, die Innovationskurve flacht ab. Unternehmen suchen das nächste große Ding – und setzen auf Wearables mit KI. Sprachassistenten wie ChatGPT oder Google Gemini liefern dafür schon heute den technischen Unterbau.

AI macht diese Geräte nicht nur einfacher zu bedienen, sondern auch vielseitiger nutzbar“, sagt Jitesh Ubrani von IDC.

Markt mit Wachstumspotenzial

Marktforscher rechnen mit einem kräftigen Anstieg: Laut ABI Research soll der Markt von 3,3 Millionen ausgelieferten Brillen 2024 auf knapp 13 Millionen bis 2026 wachsen. Die International Data Corporation (IDC) sieht sogar ein Wachstum auf über 14 Millionen Stück im selben Zeitraum.

Herausforderungen: Preis, Privatsphäre und der Alltagsnutzen

Die neuen Brillen sind funktionaler, aber auch teuer – Metas Ray-Bans kosten aktuell rund 300 Dollar. Damit liegen sie preislich auf Smartwatch-Niveau, allerdings weit unter dem Vision Pro Headset von Apple (3.500 Dollar).

Aber:

  • Die Brillen brauchen einen echten Mehrwert im Alltag – gerade für Menschen ohne Sehkorrekturbedarf.

  • Privatsphäre bleibt ein Problem: Zwar leuchten aktuelle Modelle bei Videoaufnahmen, doch viele fühlen sich trotzdem beobachtet.

  • Der Nutzen muss so überzeugend sein, dass Menschen bereit sind, die Brillen täglich zu tragen.

Fazit: Smarte Brillen als Smartphone-Nachfolger?

Laut Mark Zuckerberg (Meta) könnten Brillen in Kombination mit KI das zentrale Interface der Zukunft werden – vielleicht sogar das Smartphone ablösen.

„Es passiert nicht heute, vielleicht nicht einmal in fünf Jahren“, sagt Analyst Ubrani. „Aber die Tech-Giganten wollen bereit sein, wenn der Wandel kommt.“

Kurzum: Was früher wie Sci-Fi klang, könnte bald Realität auf unseren Nasen werden. Vorausgesetzt, die Brillen überzeugen diesmal wirklich – nicht nur technisch, sondern auch im Alltag.

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