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Team Amerika sucht Talente – nur nicht zu viele!“

Pixel-Aletec (CC0), Pixabay
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Elon Musk und Vivek Ramaswamy haben diese Woche die MAGA-Gemeinde (Make America Great Again) aufgerüttelt – und zwar so sehr, dass man sich fragt, ob jemand heimlich Chili in deren Thanksgiving-Truthahn geschmuggelt hat. Der Grund? Die beiden Tech-Mogule verteidigen lautstark das H-1B-Visaprogramm für hochqualifizierte ausländische Arbeitskräfte, während die treuesten Trump-Fans lieber Mauern bauen und Türen verriegeln würden.

„Das Visa-Dilemma: Ingenieure oder doch lieber Quarterbacks?“
Musk, der wohl denkt, dass die USA wie sein geliebter Tesla funktionieren sollten („viel Technik, wenig menschliche Fehlbarkeit“), argumentierte auf der Plattform X (ehemals Twitter), dass Amerika „doppelt so viele Ingenieure“ brauche. Sein brillanter Vergleich? Die USA seien ein Profisportteam, und man müsse die besten Talente weltweit rekrutieren, um weiterhin „die Meisterschaft“ zu gewinnen.

Na klar, Elon! Vielleicht kriegen wir dann auch einen Super Bowl für Softwareentwickler? Statt Touchdowns gibt’s dann „Code Completion“ und statt Cheerleadern feiern wir Scrum-Meetings.

„Von Prom Queens und Mathletes: Viveks TV-Nostalgie-Angriff“
Ramaswamy setzte noch einen drauf. Der Minister für Regierungs-Effizienz (was schon wie ein Satiretitel klingt) beklagte, dass die US-Kultur seit den 90ern die „Prom-Queen“ mehr feiere als den „Mathematik-Olympiaden-Champion“. Offenbar hat Vivek in den 90ern zu viele Folgen von Saved by the Bell und Boy Meets World geschaut und beschlossen, dass der kulturelle Verfall mit Zack Morris begann.

Lustigerweise will Vivek also mehr kluge Köpfe ins Land holen, weil die USA – laut ihm – eher Cheerleader als Valedictorians (Klassenbeste) feiern. Was sagt uns das? Wenn Sie sich jemals schlecht gefühlt haben, weil Sie in der High School nicht zur Prom-Queen gewählt wurden – keine Sorge, jetzt wissen Sie, dass Sie vielleicht nicht „amerikanisch genug“ sind.

MAGA: „Tech-Bros, bleibt bei eurem Schaltkreis!“
Die Reaktionen der MAGA-Community? Nun ja, sagen wir mal, dass Matt Gaetz, Ann Coulter und Co. auf Musk und Ramaswamy losgingen, als wären sie die Hauptbösewichte in einem schlecht produzierten Polit-Drama. Gaetz twitterte, dass niemand die Tech-Bros eingeladen habe, „eine Einwanderungspolitik zu entwickeln“. Man habe sie nur willkommen geheißen, um „vor Grundschullehrern zu fliehen, die die Geschlechter ihrer Kinder neu bestimmen“. Autsch, Matt.

Ann Coulter, bekannt für ihre subtile und diplomatische Wortwahl (nicht), schlug vor, dass die USA die besten Köpfe „im eigenen Land“ finden sollten – ohne zu erklären, wie sie diese Köpfe ohne Ausbildung und Förderung entstehen lassen will. Vielleicht reicht ja ihr neuestes Buch als Inspiration? Titel: „Wie man mit heißer Luft Arbeitsplätze schafft“.

Trump: Der Zauberlehrling und sein Tech-Zauberstab
Und dann natürlich Donald Trump selbst. Trump, der in seiner ersten Amtszeit H-1B-Visa eher als „Austauschprogramm für günstige Arbeitskräfte“ sah, hat inzwischen eine weichere Haltung gegenüber hochqualifizierten Einwanderern eingenommen – zumindest, wenn sie ein College-Diplom aus den USA haben. Seine Logik? „Wenn du hier studierst, bleib doch gleich da!“

Aber die eigentliche Frage lautet: Wer führt hier eigentlich Regie? Laut einigen Demokraten scheint Musk mehr Einfluss auf Trumps Entscheidungen zu haben als dessen eigenes Kabinett. Trump wies diese Behauptungen in gewohnt bescheidener Manier zurück: „Nein, nein, Elon wird nicht Präsident. Ich mag nur smarte Leute. Außerdem gibt es schon genug Hoaxes. Russland, Ukraine, und jetzt das: ‚Elon regiert die Welt.‘ Lächerlich!“

Die große Frage bleibt: Wer hat recht?
Egal, ob Sie Musk, Ramaswamy oder Trump unterstützen, eines ist sicher: Die politische Seifenoper in den USA liefert Stoff für unzählige neue Folgen. Ob es nun um Prom-Queens, Softwareentwickler oder die nächste Twitter-Debatte über Cheerleader und Mathe-Champions geht – wir bleiben dran.

In der Zwischenzeit kann Elon ja schon mal die nächste Mars-Mission planen. Vielleicht braucht er da keine Visa. Nur Helme.

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