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Taylor Swift bringt den Musik-Hype zurück ins Kino

Van3ssa_ (CC0), Pixabay
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Nach einem eher durchwachsenen Sommer an den Kinokassen sorgt Taylor Swift nun für frischen Wind: Mit dem Film „The Official Release Party of a Showgirl“, der anlässlich der Veröffentlichung ihres zwölften Studioalbums „The Life of a Showgirl“ in die Kinos kam, feiert die Pop-Ikone ein weiteres beeindruckendes Kino-Comeback.

Der Film startete am Freitag in 3.700 nordamerikanischen Kinos und läuft nur für drei Tage. Allein am Eröffnungstag spielte er laut AMC 15,8 Millionen US-Dollar in den USA ein. Für das gesamte Wochenende werden Einnahmen von bis zu 30 Millionen Dollar erwartet – ein dringend benötigter Schub für die Kinobranche.

Der neue Film erscheint etwa zwei Jahre nach dem rekordverdächtigen Erfolg von „Taylor Swift: The Eras Tour“, dem bislang erfolgreichsten Konzertfilm aller Zeiten mit einem US-Einspielergebnis von 180 Millionen Dollar und einem Startwochenende von 93 Millionen.

Im Gegensatz zum Konzertfilm ist „The Official Release Party of a Showgirl“ eher als exklusives Fan-Event konzipiert – vergleichbar mit Swifts privaten Listening-Partys aus dem Jahr 2017. Die 89-minütige Doku enthält Musikvideos, Behind-the-Scenes-Material, Lyric-Videos und persönliche Song-Kommentare der Sängerin.

Swift kündigte den Film erst zwei Wochen vor Release via Instagram an:

„Ich lade euch ein zu einer glanzvollen Soirée – The Official Release Party of a Showgirl: Nur vom 3. bis 5. Oktober im Kino!“

Fans strömen ins Kino – nicht nur wegen der Musik

Swifts Fangemeinde, überwiegend Teenager und junge Erwachsene, zählt zu den Gruppen, die besonders stark an echten Erlebnissen interessiert sind. Laut National Research Group bevorzugen 48 % der Gen Z und 45 % der Millennials den Kinobesuch gegenüber dem Streaming zu Hause. Bei der Generation Alpha liegt der Anteil sogar bei 59 %.

Zudem hat das gemeinsame Filmerlebnis für die sogenannte „Swiftie“-Community eine wichtige soziale Bedeutung: Laut einer Umfrage von Harris Poll gaben 80 % der Fans an, durch Swift tiefe Freundschaften geschlossen zu haben.

Die Veröffentlichung folgt auf einen eher enttäuschenden Kino-Sommer, der mit 3,67 Milliarden Dollar Umsatz hinter den Erwartungen blieb – unter anderem, weil kein Hype wie der um „Barbenheimer“ (Barbie + Oppenheimer) aus dem Vorjahr entstand.

„Für die Kinos ist das ein Glücksfall“, sagte Paul Dergarabedian von Comscore. „Solche Event-Filme eröffnen neue Einnahmequellen – ähnlich wie der Überraschungserfolg des Animefilms Demon Slayer: Infinity Castle im September.“

„Swiftonomics“: Wenn Popmusik ganze Märkte bewegt

Der finanzielle Erfolg reiht sich ein in das Phänomen der sogenannten „Swiftonomics“ – also Taylor Swifts Einfluss auf Wirtschaftszweige durch den Kaufrausch ihrer Fans. Zu den Ausgaben zählen nicht nur Tickets, sondern auch Reisen, Merchandise, Essen und Kleidung.

Schon beim Eras-Tour-Film profitierte nicht nur Swift, sondern auch Kinokette AMC: Nach der Ankündigung stiegen deren Aktien im Oktober 2023 um 11,5 %. Die Sängerin erhielt 57 % der Ticketeinnahmen, während AMC nur eine geringe Vertriebsgebühr einbehielt. Disney sicherte sich im Februar 2024 für kolportierte 75 Millionen Dollar die Streamingrechte.

Über die finanziellen Details des neuen Films „The Official Release Party of a Showgirl“ ist bislang nichts bekannt – weder zu Swifts Einnahmen noch zur Beteiligung von AMC.

Doch klar ist: Taylor Swift beweist erneut, dass Popmusik nicht nur die Charts, sondern auch die Kinokassen dominieren kann.

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