Der US-Einzelhandelsriese Target steht vor dem größten Stellenabbau seit einem Jahrzehnt: 1.800 Arbeitsplätze im Unternehmensbereich sollen gestrichen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag seinen Mitarbeitenden mitteilte. Damit will Target nach vier Jahren stagnierender Umsätze und einem deutlichen Kursrückgang wieder auf Wachstumskurs kommen.
Die Entlassungen betreffen rund acht Prozent der weltweiten Verwaltungskräfte und sollen bereits in der kommenden Woche umgesetzt werden. In einem internen Memo erklärte der designierte CEO Michael Fiddelke, die Entscheidung sei notwendig, um das Unternehmen agiler zu machen:
„Zu viele Ebenen und überlappende Aufgaben haben Entscheidungen verlangsamt und es erschwert, Ideen umzusetzen“, so Fiddelke.
Fiddelke, der seit über 20 Jahren bei Target tätig ist und im Februar 2026 offiziell die Nachfolge von CEO Brian Cornell antreten wird, bezeichnete die Kürzungen als „notwendigen Schritt, um die Zukunft von Target zu gestalten“.
Target hat in den vergangenen Quartalen unter rückläufigem Konsum gelitten – insbesondere im Bereich nicht lebensnotwendiger Produkte wie Kleidung und Elektronik, die etwa die Hälfte des Umsatzes ausmachen. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten sparen US-Verbraucher zunehmend an diesen Artikeln.
Zudem hat das Unternehmen mit Imageproblemen und internen Fehlentscheidungen zu kämpfen: Eine Vielzahl an Managementebenen, Lagerbestandsprobleme und öffentliche Kontroversen um Diversity-Strategien haben das Markenbild belastet.
Während Konkurrent Walmart seine Marktposition ausbauen konnte – die Aktie legte seit Jahresbeginn um knapp 18 Prozent zu – verlor Target rund 30 Prozent an Börsenwert.
Der Stellenabbau soll die Strukturen verschlanken und Entscheidungsprozesse beschleunigen. Nach Unternehmensangaben betrifft die Maßnahme nicht die Mitarbeiter in den rund 2.000 Filialen in den USA.
Neben den Entlassungen werden zusätzlich 800 unbesetzte Positionen nicht mehr nachbesetzt. Während der Umstrukturierung sollen US-Unternehmensmitarbeiter in der kommenden Woche von zu Hause aus arbeiten, um die Veränderungen intern umzusetzen.
Trotz der schwierigen Lage sieht Fiddelke Chancen für eine Erneuerung: Er kündigte an, das Sortiment qualitativ aufzuwerten und die Marke klarer zu positionieren. Die vollständigen Details des Restrukturierungsplans sollen am Dienstag bekanntgegeben werden.
Für Anleger bleibt Target derzeit ein Unternehmen im Umbruch: Mit sinkenden Umsätzen, anhaltendem Margendruck und einer erst anlaufenden Restrukturierung steht der Einzelhändler vor der Herausforderung, Effizienz und Attraktivität neu auszubalancieren – in einem Markt, der zunehmend von Walmart, Amazon und Discountern dominiert wird.
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