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„Swifties“ in Wien: Wenn schon kein Konzert, dann halt Weltkulturerbe

stux (CC0), Pixabay
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Vor genau einem Jahr brach für Zehntausende Taylor-Swift-Fans eine kleine Apokalypse aus: Drei heiß ersehnte Wien-Shows – abgesagt. Grund: Terrorwarnung. Diagnose: Herzschmerz, Stufe Rot. Doch statt kollektiv in ihren „Folklore“-Pullis unter die Bettdecke zu kriechen, erklärten die „Swifties“ die Stadt innerhalb von Stunden zur inoffiziellen „Eras“-Zone.

Das Epizentrum: die Corneliusgasse im 6. Bezirk. Seitdem ist sie so etwas wie das Mekka der österreichischen Pop-Pilgerfahrt – inklusive Baum mit offizieller Google-Maps-Pin. Am Freitag, zum Jahrestag, gab’s sogar eine Gedenktafel. Inhalt: „Hass hat hier keinen Platz.“ Untertitel (nicht auf der Tafel, aber zwischen den Zeilen): „Nur Glitzer.“

Organisatorin Lex Dimitrijevic, Mastermind hinter der Wiener Fancommunity, blickte rührselig zurück: „Was damals passierte, war schlimm, aber wir haben daraus Magie gemacht.“ (Übersetzung: Wir haben’s besser hinbekommen als mancher Konzertveranstalter.)

Rund 300 Fans reisten wieder an – teils aus Deutschland, weil alles fürs Kind, teils vermutlich, weil Wien einfach den besseren Kaffee hat. Es wurde getanzt, gesungen, geweint und Armbänder getauscht, als wären sie die harte Währung der „Swiftie“-Nation.

Die Hoffnung, dass Taylor selbst noch einmal hier vorbeischaut, lebt weiter – auch wenn die Pop-Queen letztes Jahr in Sachen Fan-Reaktion eher den „Silent Treatment“-Modus wählte. Zwei Wochen lang Funkstille, dann ein Instagram-Post, in dem Wien am Rande erwähnt wurde. Der „Freundschaftsbaum“? Kein Wort. Vielleicht, weil sie Angst hatte, dass sich in Wien plötzlich ein eigener Fan-Staat ausruft.

Bis dahin bleibt die Corneliusgasse jedenfalls der einzige Ort auf der Welt, an dem ein Baum, ein Popstar und eine Terrorwarnung gemeinsam zum Symbol für Freundschaft, Glitzer und trotziges Durchhaltevermögen geworden sind.

 

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