Laut einer aktuellen globalen Umfrage des Reuters Institute for the Study of Journalism erhalten 79 % der Smartphone-Nutzer in einer normalen Woche keine Nachrichtenbenachrichtigungen mehr – fast die Hälfte davon (43 %) hat diese aktiv deaktiviert. Der Hauptgrund: zu viele Mitteilungen oder mangelnde Relevanz.
Die Flut an Push-Nachrichten von Nachrichten-Apps, Sportdiensten, Kalendern, sozialen Netzwerken und Messengern führt bei vielen zu Benachrichtigungs-Müdigkeit. Gerade in Großbritannien bemängeln Nutzer, dass Aggregator-Apps wie Apple News oder Google News mehrfach ähnliche Nachrichten senden.
Trotzdem ist der Anteil jener, die News-Alerts empfangen, in den letzten zehn Jahren gestiegen – in den USA von 6 % auf 23 %, in Großbritannien von 3 % auf 18 %. In den USA gehörte CNN mit 16 % zu den häufigsten Quellen für Push-Nachrichten, gefolgt von Google News (13 %) und Fox News (11 %).
Laut Studienleiter Nic Newman bemühen sich Verlage inzwischen, strikte Kriterien für Anzahl, Inhalt und Zeitpunkt von Benachrichtigungen einzuhalten. Dennoch werden viele als störend oder reißerisch empfunden – besonders, wenn sie als Clickbait wahrgenommen werden oder wenig Mehrwert liefern.
Fazit: Push-Nachrichten können informieren und Perspektiven erweitern – aber nur, wenn sie dosiert und relevant sind.
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