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Streit um Schwert-Geschenk: Direktor des Eisenhower-Archivs tritt zurück

nvd9612 (CC0), Pixabay
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Ein ungewöhnlicher Konflikt zwischen dem Trump-Team und dem Eisenhower-Präsidentenarchiv in Kansas hat zu einem Rücktritt geführt: Der Leiter der Bibliothek, Todd Arrington, legte sein Amt nieder, nachdem er sich geweigert hatte, ein Original-Schwert aus der Sammlung an König Charles zu übergeben.

Hintergrund

Bei Trumps Staatsbesuch im Vereinigten Königreich im September sollte ein Schwert aus Eisenhowers Besitz als symbolisches Geschenk für den britischen König dienen – ein Verweis auf die enge Verbindung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.

Arrington stellte sich jedoch quer: Museale Stücke, die als Spenden in die Sammlung aufgenommen wurden, dürften nicht einfach verschenkt werden. Stattdessen bot er an, eine Replik anzufertigen oder ein alternatives Geschenk zu finden.

Schließlich erhielt König Charles ein nachgefertigtes Schwert sowie ein Schmuckstück von Tiffany & Co.

Politischer Druck

Arrington berichtete CBS News, er sei vor die Wahl gestellt worden: „Rücktritt oder Entlassung.“ Ihm sei vorgeworfen worden, er könne nicht länger mit vertraulichen Informationen umgehen – eine Einschätzung, die er strikt zurückweist.

„Ich habe nie ein schlechtes Wort über irgendjemanden gesagt“, betonte er. Er habe lediglich versucht, eine Lösung zu finden, die das historische Erbe nicht beschädige.

Eisenhowers Erbe

Die Eisenhower-Bibliothek besitzt mehrere wertvolle Schwerter, darunter ein Ehrenschwert aus dem Zweiten Weltkrieg, das aktuell in einer Ausstellung gezeigt wird. Eisenhower war Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa und von 1953 bis 1961 Präsident der USA.

Arrington, erst seit August 2024 im Amt, betonte, er würde „sofort zurückkehren“, sollte er die Möglichkeit dazu bekommen: „Ich liebe diesen Job, die Menschen und die Geschichte.“

Offene Fragen

Wer genau den Wunsch nach dem Originalschwert an die US-Regierung herangetragen hatte, ist bisher unklar. Das Weiße Haus, das Außenministerium und die National Archives haben bislang keine Stellungnahme abgegeben.

👉 Der Fall zeigt, wie historische Objekte schnell zum politischen Zankapfel werden können – und wie schmal der Grat zwischen diplomatischer Symbolik und der Bewahrung von Kulturerbe ist.

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