Na endlich, ein Lichtblick in der düsteren Welt der Geldanlage: Gold! Der metallgewordene Traum aller Prepper, Matratzenbanker und Erben mit zu viel Zeit. Und jetzt auch wieder ganz offiziell abgesegnet von der Stiftung Warentest – quasi der TÜV Süd für Panik-Anleger.
Klar, der Preis ist in einem Jahr mal eben um 38 Prozent gestiegen, aber das ist kein Grund zur Sorge. Nein, im Gegenteil: Gerade jetzt soll man kaufen. Timing ist alles – am besten ganz oben einsteigen, wo das Gold schon leise nach Allzeithoch duftet. Der Rat, jetzt noch ein bisschen glänzendes Metall ins Portfolio zu streuen, ist etwa so hilfreich wie ein Schirm im Orkan – sieht gut aus, bringt aber wenig.
Und natürlich: physisch sollte es sein. Denn wenn die Finanzmärkte kollabieren, die Supermärkte leer sind und das Internet zusammenbricht, dann wird man froh sein, im Keller ein paar Unzen zu haben, mit denen man… ja, was eigentlich? Den Bäcker bestechen? Die Tankstelle überreden? Eine Ziege kaufen?
Aber bitte nicht einfach irgendwo kaufen! Die Stiftung weiß: Nur mit dem richtigen Aufschlag spart man wirklich. Und sie warnt auch vor dem Luxus, sich sein Gold liefern zu lassen. Denn wer 6,90 Euro Versand für ein Metall ausgibt, das sonst mit einem Aufpreis von bis zu 25 Prozent verkauft wird, der hat das Prinzip von „Wertspeicher“ offenbar nicht ganz verstanden.
Alternativ gibt’s noch Gold-ETCs – also Papiergold für Leute, die nicht glauben, dass wir bald wieder in Tauschhandel und Barrenwährungen zurückfallen. Praktisch, günstig, digital – aber natürlich nicht „krisensicher“, weil man es weder in den Ofen werfen noch bei einer Zombie-Apokalypse an den Tankwart drücken kann.
Kurzum: Gold ist nicht tot, es glänzt wie eh und je – und mit dem richtigen Depot und einem guten Schließfach ist man bestens gewappnet. Nicht gegen Inflation, aber zumindest gegen Langeweile beim Anlegen.
Fazit: Wenn schon Finanzpanik, dann bitte mit Stil – und mit einem dezenten Hauch von Edelmetallromantik.
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