Natürlich stellt man hinterher immer ganz andere und detailliertere Fragen, wenn dann etwas so in die Schlagzeilen gerät, als wenn das alles ordentlich abgelaufen wäre. Eine nicht unentscheidende Rolle spielt natürlich auch der Treuhänder. Die Frage, ob er gewusst hat, dass es sich bei der Gesamtkonstruktion um eine „Briefkastenfirma“ handelt, wird dabei sicherlich nicht uninteressant sein in der weiteren Diskussion. Welche Pflichten hat der Treuhänder hier? Grundsätzlich sollte der Treuhänder sicherlich auch die Pflicht haben, die Plausibilität des Geschäftsmodells zu prüfen. Dazu gehört eben auch mal Vorort zu sein und sich ein eigenes Bild zu machen. Hat Stefan Klaile das getan? Merk-würdig fanden so manche Kritiker in der Vergangenheit immer schon, warum es ausgerechnet ein deutsches Unternehmen sein soll, das hier die Goldvorräte aufgespürt bzw. festgestellt hat? Damals fragten uns 2 Brancheexperten, „warum greift man nicht auf erfahrene kanadische Spezialisten zurück, die das alles kennen“? Nun, ein deutsches Gutachten von einem deutschen anerkannten Gutachter soll sich nach Meinung des Managements der Henning Goldmines Inc. besser machen im Verkauf, bevor man das alles auf deutsch dann übersetzen hätte müssen. Da war eine gewisse Logik drin enthalten. Nun wird sehr kritisch hinterfragt, wie gut dann die Gutachten waren, die Dr. Rüdiger Schwarz abgeliefert hat. Jene Gutachten, die viele uns bekannte Anleger davon überzeugt haben, bei dem Produkt zu investieren. Natürlich muss man jetzt sicherlich darüber nachdenken, was passiert eigentlich, wenn die CGT Fonds in die Insolvenz gehen, was sicherlich nicht unwahrscheinlich ist, da ja keine frischen Gelder mehr aus Kanada kommen. Müssen dann die Anleger ihre erhaltenen Ausschüttungen zurückzahlen? So wie man das bei so manchen geschlossenen Fonds in der Vergangenheit gehört hat? Es wäre ja sicherlich das einzige Geld, was sich der Insolvenzverwalter als „Masse“ holen könnte. Unwahrscheinlich, dass er darauf verzichten wird, wenn er da eine Möglichkeit sieht. Auch hier stellt sich wieder die Frage nach den Ratings. Einige der uns bekannten Ratings zu den CGT Fonds kennen wir aus dem Hause Tapir aus München. Auch hier wird man die Frage stellen, wie es zu dieser Bewertung kam und was die im Nachhinein WERT ist, wobei man hier durchaus zu einem Ergebnis kommen kann, was anders ist als man spontan vermuten kann. Es kann durchaus sein, dass die Ratings alle völlig in Ordnung waren, denn wenn sich herausstellen sollte, dass es im Hintergrund kriminelle Handlungen waren, die zu dem Aus der Fonds geführt haben, dann kann man auch einer Ratingagentur keinen sonderlich großen Vorwurf machen. Zu befürchten ist, dass die Anleger letztlich ihr gesamtes Geld abschreiben müssen, da nichts mehr vorhanden ist, weder an Geld noch an Sachwerten. Ein Unternehmer wie Sven Donhuysen, der eine AG nach der anderen mit immer neuen Ideen gründet, würde der nicht in die Förderung des Goldes investieren, wenn diese Goldvorräte in der Realität dort in diesem Umfang vorhanden wären? Eine berechtigte Frage, die uns ein User da stellt. Insgesamt kann der Vorgang für alle Beteiligten nicht nur zu einem unangenehmen Schauspiel werden, sondern auch zu einer Existenzbedrohung im Falle XOLARIS zum Beispiel und möglicherweise auch beim Vertrieb. Hierauf werden sich Anlegerschutzanwälte sicherlich versuchen einzuschießen. Wir wissen auch, dass diese Diskussion an manchen Stellen „besserwisserisch“ ist und sicherlich auch an Fairness zu wünschen übrig lässt, aber das ist dann bei solchen Entwicklungen immer so, wenn man in vielen Dingen spekulieren muss.
An dieser Stelle die Fragen:
Handelt es sich bei einem Nachrangdarlehen um Ausschüttung oder doch eigentlich um Zinszahlungen?
Was ist ein Exklusivprodukt „Brenneisen Capital“ wert?
Wieviel ist ein Gutachten „Dr. Schwarz“ wert, wie sind hier die Beziehungen zu J. Schmolinski?
Xolaris als Treuhänder, welche Verpflichtungen hat der Treuhänder, muss er das Geschäftsmodell wirklich prüfen?